Wirtschaft
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"Es liegt an der Währung": Anleger greifen in Asien zu

Ein Kursrückgang des Yen zieht die Tokioter Börse nach oben. Vor allem Exportwerte profitieren davon, dass die Landeswährung zum Dollar wieder nachgibt. Ursache ist die Aussicht auf weitere Konjunkturhilfen der japanischen Notenbank. Den Anlegern gefällt's. Auch in Hongkong klettern die Kurse.

Nach Verlusten am Anfang der Woche ist es an den ostasiatischen Börsen am Mittwoch wieder zaghaft bergauf gegangen. Dabei sorgte vor allem der positive Ausblick von Alcoa für einen leicht positiven Impuls, auch mit Blick auf die Konjunkturerwartungen. So soll in China die Nachfrage im laufenden Jahr um elf Prozent wachsen. Nach einem Verlust im Vorjahr hat der US-Aluminiumkonzern zudem wieder die Gewinnzone erreicht. Davon profitierten insbesondere Aluminiumaktien.

Für etwas Zurückhaltung sorgte indes, dass viele Akteure weiter die neuesten makroökonomischen Daten aus China abwarten wollen. Am Donnerstag werden die monatlichen Handelsdaten veröffentlicht. Am Freitag folgen die Kennzahlen zur Inflation und am Sonntag die BIP-Wachstumsraten für das vierte Quartal.

Nachdem die Tokioter Börse zuletzt noch die Liste der Verlierer anführte, legte der Nikkei-Index, zusätzlich angefeuert vom schwächelnden Yen, um 0,7 Prozent zu auf 10.579 Punkte und gehörte damit zu den Tagesgewinnern. Danach hatte es im frühen Handel noch nicht ausgesehen. Der gegenüber dem US-Dollar gestiegene Yen belastete zunächst. Erst nachdem der Yen im Laufe des Tages wieder deutlich an Wert einbüßte, drehte der Nikkei ins Plus. Positiv wirkten sich zudem Hoffnungen auf konjunkturstimulierende Reformen der neuen Regierung aus. So werde über eine Kürzung der Unternehmenssteuern und höhere Löhne spekuliert, sagte ein Händler.  Der breiter gefasste Topix zog um 0,5 Prozent auf 876  Zähler an. "Es liegt alles eindeutig an der Währung", begründete  Analyst Kenichi Hirano von Tachibana Securities die Kursgewinne in Tokio

Autowerte fahren vor

Gekauft wurden insbesondere Auto- und Finanzwerte. Aktien von Toyota und Honda gewannen jeweils 1,6 Prozent und holten damit ihre Verluste der Vortage teilweise wieder auf. Die Papiere von Nomura Holdings lagen sogar mit 3,6 Prozent und Dai-Ichi Life Insurance mit 2,5 Prozent im Plus. Abwärts ging es dagegen für die Versorger. Medien hatten über mögliche neue Auflagen für Atomkraftwerke berichtet. Ein neuer Standard soll die Betreiber von Atomkraftwerken zum Nachrüsten ihrer Meiler zwingen. Tokyo Electric verloren beispielsweise 2,3 Prozent.

Die Papiere von Softbank rutschten 2 Prozent ins Minus, nachdem Dish Network den Japanern bei der Übernahme von Sprint Nextel Konkurrenz macht.

Alcoa hilft Chinas Börsen

In Erwartung positiver Makrodaten legte der HSI der Hongkonger Börse um 0,5 Prozent zu. Nach dem positiven Alcoa-Ausblick stiegen dort die Papiere von Aluminium Corp. of China (Chalco) um 1,3 Prozent. In Australien liefen insbesondere die Aktien des Alcoa-Partners Alumina gut. Sie legten um 4,6 Prozent zu.

An der südkoreanischen Börse ging es dagegen leicht bergab. Wegen niedriger Erwartungen an die in Kürze beginnende Berichtssaison gehörten insbesondere institutionelle Investoren zu den Verkäufern. Gesucht waren dagegen die Papiere von Korea Electric. Beflügelt von Spekulationen über steigende Strompreise legten sie um 2,6 Prozent zu.                  

Quelle: n-tv.de

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