Wirtschaft
Die Börsen in Tokio haben mit Verlusten auf die Wiederwahl von US-Präsident Obama und das drohende Patt im US-Haushaltsstreit reagiert.
Die Börsen in Tokio haben mit Verlusten auf die Wiederwahl von US-Präsident Obama und das drohende Patt im US-Haushaltsstreit reagiert.(Foto: picture alliance / dpa)

US-Fiskalklippe drückt Stimmung: Asien-Börsen bekommen Angst

Die Furcht vor einem neuen Patt im US-Haushaltsstreit nach der Wiederwahl Barack Obamas lehrt die Börsen in Asien das Fürchten. Einigen sich Demokraten und Republikaner nicht bald auf einen Schuldenabbau, treten 2013 automatische Kürzungen in Kraft, die die USA in die Rezession treiben und den Rest mit sich reißen dürften.

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Die Aktienmärkte in Fernost haben Verluste verbucht. In Tokio schloss der 225 Werte umfassende Nikkei-Index 1,5 Prozent im Minus bei 8837 Zählern. Es war der niedrigste Stand seit zwei Wochen. Der breiter gefasste Topix-Index gab 1,4 Prozent auf knapp 735 Punkte nach. Auch die Börsen in Hongkong, Shanghai, Singapur, Taiwan und Korea mussten Federn lassen. Der MSCI-Index für Aktien aus dem Asien-Pazifik-Raum mit Ausnahme Japans gab 1,1 Prozent nach.

"Direkt nachdem die Wiederwahlpartys endeten, rückte das Augenmerk der Märkte auf die drohende Fiskalklippe", sagte ein Analyst. Anleger fürchteten, dass der wiedergewählte US-Präsident Barack Obama auf erheblichen Widerstand im gespaltenen Kongress bei seinen Bemühungen zur Lösung der US-Haushaltsprobleme stoßen dürfte. Dazu muss eine Einigung im Kongress her, die als schwierig gilt, denn hier hat sich nach der Wahl am Dienstag an den Machtverhältnissen nichts geändert.

Obamas Demokraten kontrollieren weiter den Senat, die Republikaner behalten die Mehrheit im Repräsentantenhaus. Damit droht eine ähnliche Blockadehaltung wie in den vergangenen Jahren. Die USA könnten dadurch zurück in eine Rezession stürzen: Sollte die weltgrößte Volkswirtschaft bis Ende des Jahres keine Einigung auf einen Schuldenabbau hinbekommen, drohen automatische Ausgabenkürzungen und Steuererhöhungen, die die Wirtschaft abwürgen können.

In Japan trugen zudem schwache Daten aus der Maschinenbaubranche zu Konjunktursorgen bei. Unter dem starken Yen litten vor allem die Titel von Unternehmen, deren Geschäft stark vom Export abhängt. Canon büßten 2,5 Prozent ein, Honda 3,5 Prozent und Toyota 2,6 Prozent.

Quelle: n-tv.de

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