Wirtschaft
Kommt der Markt noch einmal zurück?
Kommt der Markt noch einmal zurück?(Foto: picture-alliance/ dpa)

Händler auf Richtungssuche: Asien-Börsen schieben sich ins Wochenende

Börsianer in Asien blasen Trübsal. Sorgen bereiten ihnen die Ukraine und die chinesische Konjunktur. Der Abgabedruck in Tokio kommt - wie so häufig - vom Devisenmarkt.

In Asien ist Anleger die Wahl der Richtung erneut schwer gefallen. Nach einem volatilen Handel dominierten am Ende doch die positiven Vorzeichen. Neben der sich verschärfenden Eskalation in der Ukraine schauten Anleger mit wachsender Besorgnis dem chinesischen Einkaufsmanagerindex entgegen, der am Wochenende zur Veröffentlichung ansteht. Denn die zuletzt veröffentlichten Daten aus der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt verhießen nichts Gutes.

"Investoren sind besorgt über die Schwäche der Konjunktur, nachdem zuletzt die Daten aus dem produzierenden Gewerbe im Januar schwach ausgefallen sind. Zudem fallen die Immobilienpreise in einigen Regionen wie Hangzhou und Jiangsu", sagte Analyst Guo Lei von Zheshang Securities mit Blick auf China. Diese Gemengelage sorgte zumindest temporär für fallende Kurse an den Börsen. Doch die eigentliche Musik spielte am Devisenmarkt.

Ein steigender Yen bringt die Börse in Tokio in schöner Regelmäßigkeit unter Abgabedruck, verschlechtert eine Aufwertung der japanischen Währung doch die Wettbewerbsfähigkeit der stark exportlastigen Wirtschaft in Japan. Daher verhinderte in Tokio der feste Yen einen Dreh ins Plus. Der Nikkei-225 verlor 0,6 Prozent auf 14.841 Punkte. In Schanghai wechselte der Leitindex mehrfach das Vorzeichen und gewann zum Handelsschluss 0,5 Prozent. Im Gegensatz zu Japan hilft der schwächelnde Yuan der chinesischen Exportwirtschaft. Wie angespannt hier aber die Stimmung war, verdeutlichte der Blick auf den Wochenverlauf. Denn auf Wochensicht büßte der Schanghai-Comopsite 2,7 Prozent ein.

In Sydney sank der S&P/ASX-200 um 0,1 Prozent. In Singapur, Hongkong und Seoul setzten sich knapp positive Trends durch, nachdem auch zwischenzeitlich Verluste verbucht worden waren.

Am australischen Aktienmarkt fielen Woolworths um 1 Prozent, nachdem der größte Einzelhändler des Landes einen Gewinnsprung vermeldet hatte. Händler sprachen von Gewinnmitnahmen. Seit Jahresbeginn stand noch immer ein Kursplus von 6,4 Prozent zu Buche. Nach einem Verlust im ersten Halbjahr verloren die Titel der Fluglinie Virgin Australia Holdings 0,9 Prozent. Der Kurs des Baustoffherstellers James Hardie Industries stieg nach Drittquartalszahlen über Markterwartung um 7,1 Prozent. In Schanghai legten die China Vanke aus dem Immobiliensektor um 1,9 Prozent zu, verloren aber auf Wochensicht 6,5 Prozent. Die Sorge vor einer Verknappung von Hauskrediten hielt sich am Markt.

Quelle: n-tv.de

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