Wirtschaft
Fallende Kurse an Asiens Börsen: Die Geldpolitik ist ein Thema.
Fallende Kurse an Asiens Börsen: Die Geldpolitik ist ein Thema.(Foto: picture-alliance/ dpa)

Nikkei, Shanghai, HSI: Asien-Börsen taumeln abwärts

Die jüngsten Aussage der US-Notenbank Fed schicken die Kurse in Fernost in den Keller. In China kommen noch Sorgen um den Immobiliensektor dazu. HSI, Shanghai Composite, Nikkei und Topix fallen. In Japan trifft es vor allem Exportwerte - aber auch Sony.

Die Enttäuschung der Anleger über das Sitzungsprotokoll der US-Notenbank Fed hat nach der Wall Street auch die Tokioter Börse belastet. Die Kurse rutschten am Donnerstag unter den höchsten Stand seit 52 Monaten, auf den sie am Vortag gestiegen waren. Zu den größten Verlierern gehörten dabei Exporteure und Baumaschinen-Hersteller.

Der Nikkei-Index für 225 führende Werte schloss mit einem Abschlag von 1,4 Prozent beim Stand von 11 309 Punkten. Der breiter gefasste Topix gab 1,11 Prozent auf 963 Zähler nach. Auch der chinesische Aktienmarktkam unter die Räder. Börsianer führten das auf Befürchtungen zurück, dass die Geldpolitik gestrafft und das Wachstum des Immobiliensektors gedrosselt werde. Die Börse in Shanghai gab 3,2 Prozent nach. In Hongkong verlor der Hang-Seng-Index 2 Prozent. Zu den Verlierern zählten insbesondere Immobilienfirmen.

Die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) könnte dem jüngsten Sitzungsprotokoll zufolge ihr milliardenschweres Anleiheprogramm drosseln oder sogar ganz stoppen, noch bevor es die erhoffte Wende am Arbeitsmarkt gebracht hat. Mehrere Fed-Mitglieder äußerten bei der jüngsten Sitzung die Ansicht, das Programm müsse womöglich aus Kosten- oder Effizienzgründen zurückgefahren oder gar eingestellt werden, bevor Job-Zielmarke erreicht worden sei. Diese Aussagen hatten auch der Wall Street deutliche Kursverluste eingebrockt.

Die Aktien des Bagger-Herstellers Komatsu fielen um mehr als 4 Prozent und die des Rivalen Hitachi Construction Machinery um gut 3 Prozent. Grund waren schwache Verkäufe bei Caterpillar-Händlern. Unter den Exportwerten gaben Panasonic und Toshiba rund 2 Prozent nach.

Zu den Tagesgewinnern zählten dagegen die Titel des Batterieherstellers GS Yuasa mit einem Plus von mehr als 5 Prozent. Hier griffen die Anleger zu, weil sich eine Lösung der Probleme mit den Batterien im derzeit weltweit stillgelegten Boeing "Dreamliner" abzeichnet.

Sony-Aktien schlossen ebenfalls tiefer. Der Konzern stellte seine neue Playstation vor, zeigte die Konsole jedoch nicht und blieb auch einen Preis schuldig.

Quelle: n-tv.de

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