Chinas Geldpolitik belastetAsien-Börsen uneinheitlich
Die Börsen in Fernost gehen getrennte Wege, teils nach oben, teils nach unten. Tokio gehört dabei zur "grünen" Fraktion. Hier sorgen der schwächere Yen und der überraschende Rückgang der US-Großhandelslagerbestände im Januar für Auftrieb. Sorgen bereitet den Anlegern die straffere Geldpolitik Chinas.
Die Aktienmärkte in Fernost haben sich uneinheitlich präsentiert. Die Anleger sorgten sich über eine straffere Geldpolitik in China, die die Regierung in Peking verfolgen könnte, um ein Überhitzen der Wirtschaft zu verhindern. Die Börse in Tokio verbuchte Gewinne. Ein schwächerer Yen und der überraschende Rückgang der US-Großhandelslagerbestände im Januar gaben vor allem Exportwerten Auftrieb.
Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index schloss knapp ein Prozent höher bei 10.664 Zählern. Der breiter gefasste Topix-Index gewann 0,9 Prozent auf 930 Punkte. Auch die Märkte in Schanghai und Singapur lagen im Plus. Korea, Hongkong und Taiwan gaben nach.
Zu den größten Gewinnern in Tokio gehörten die Anteilsscheine von Sony, die sich um 1,9 Prozent verteuerten. Der Elektronikkonzern stellte ein neues System für seine Spielekonsole PlayStation 3 vor, mit dem die Handlung über die Bewegungen der Spieler gesteuert werden kann. Die Aktien von Konica Minolta gewannen 1,6 Prozent hinzu, nachdem das Unternehmen angekündigt hatte, umgerechnet rund 90 Mio. Euro in den Ausbau der Produktion von Glassubstraten für Festplattenlaufwerke zu investieren.
Zu den Verlierern gehörten dagegen mit einem Abschlag von 3,9 Prozent die Aktien der Shinsei Bank. Einem Bericht der "Financial Times" zufolge will das Geldhaus mit der Ausgabe neuer Aktien rund 75 Mrd. Yen (608 Mio. Euro) einsammeln.
Der Handel werde derzeit von ausländischen Investoren dominiert, da sich die einheimischen institutionellen Anleger zum Ende des Geschäftsjahres in Japan zurückhielten, sagte der Aktienstratege Tsuyoshi Segawa von Mizuho Securities. Im Blickpunkt stünden bereits die Berichte der Notenbanken in Japan und den USA in der kommenden Woche sowie die weitere Entwicklung in der griechischen Schuldenkrise.