Wirtschaft
(Foto: picture alliance / dpa)

China, Griechenland, Öl: Asien präsentiert gute Vorgaben

Da kann sich der deutsche Aktienmarkt freuen - aus Übersee gibt es nur positive Vorgaben: Sowohl die US-Börsen, als auch Asiens führende Aktienmärkte senden positive Signale. Der Nikkei kann deutlich zulegen, die Gründe dafür sind aber nicht nur in Griechenland zu finden.

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Ermutigende Industriedaten aus China und Erleichterung über das neue Rettungspaket für Griechenland haben am Mittwoch an den Börsen in Fernost für Kauflaune gesorgt. Einige Börsianer nutzten allerdings auch die jüngste Rally, um Gewinne mitzunehmen. "Die Grundstimmung des Markts bleibt positiv", sagte Analyst Yumi Nishimura von Daiwa Securities.

Dazu trage die Einigung auf neue Kredite für Griechenland bei, mit denen das Land einen Staatsbankrott zunächst abwenden kann. Damit sei die Schuldenkrise aber lange noch nicht bewältigt, betonte das Bankhaus HSBC. Auch der hohe Ölpreis sorgte für Unruhe bei den Investoren.

Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index schloss in Tokio knapp ein Prozent im Plus bei 9554 Zählern und knackte damit die Marke von 9500 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index stieg um 1,1 Prozent auf 825 Punkte. Der MSCI-Index für Aktien aus der Asien-Pazifik-Region mit Ausnahme Japans lag knapp 0,2 Prozent im Plus. Während die Kurse in Taiwan, Südkorea, Shanghai und Hongkong, nach oben gingen, geriet die Börse in Singapur unter Druck.

Hoher Ölpreis sorgt für Unruhe

Die Stimmung hellte sich insbesondere nach Industriezahlen aus China auf. Der vorläufige chinesische Einkaufsmanagerindex der britischen Großbank HSBC blieb zwar weiterhin unter der Wachstumsschwelle von 50 Punkten, stieg aber im Februar auf 49,7 von 48,8 Zähler im Januar. Damit erreichte der früheste Indikator für die Stimmung in der Industrie den höchsten Wert der vergangenen vier Monate.

Zunehmend Sorge bereitete der hohe Ölpreis an den Märkten. Bereits in den USA hatten Befürchtungen, der steigende Ölpreis könnte die Wirtschaft abwürgen, die Kursgewinne in engen Grenzen gehalten. Der Preis für Rohöl der Sorte Brent bewegte sich bei 121,52 Dollar pro Barrel und damit etwas unter den jüngsten Höchstständen.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss am Dienstag 0,1 Prozent fester bei 12.965 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500-Index legte 0,1 Prozent auf 1362 Punkte zu. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verlor  0,1 Prozent auf 2948 Punkte.

Der Euro notierte am Mittwochvormittag etwas leichter bei 1,3238 Dollar, nach 1,3243 Dollar im späten US-Geschäft.

Quelle: n-tv.de

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