Wirtschaft
Asiens Börsen erleben bereits im Januar ihren Frühling.
Asiens Börsen erleben bereits im Januar ihren Frühling.(Foto: picture alliance / dpa)

China als Stimmungsmacher: Asiens Börsen blühen auf

Neue Regierung, neues Glück in Japan auf der einen Seite, starke Wirtschaftsdaten aus China auf der anderen Seite: Diese beiden Themen fungieren an den asiatischen Aktienmärkten als Impulsgeber. Die Kurse steigen auf breiter Front. In Japan sind vor allem Exportwerte gefragt.

Nach Alcoa am Mittwoch heben am Donnerstag robuste Konjunkturdaten aus China an den Finanzmärkten in Asien die Stimmung. Gestützt von unerwartet hohen chinesischen Handelsüberschüssen legten die asiatischen Börsen am Donnerstag weiter zu. Mit einem Plus von jeweils rund 0,8 Prozent führen die Indizes in Hongkong und Seoul die Liste der Gewinner an.

Der Tokioter Leitindex Nikkei mit seinen 225 führenden Werten schloss 0,7 Prozent höher bei 10.652 Punkten. Dabei profitierte der Tokioter Handel zusätzlich vom schwächelnden Yen, der seinen Abwärtstrend fortsetzt. Zu den Gewinnern zählten Automobilwerte wie Toyota (rund 1 Prozent) und Honda (2,5 Prozent). Aber auch der Kamerahersteller Nikon wies einen überdurchschnittlichen Zuwachs von 1,6 Prozetn auf. Gefragt waren zudem Versicherer und Stahlhersteller: Die Papiere von Dai-Ichi Life Insurance waren mit 4,2 Prozent im Plus, die Aktien von Nippon Steel & Sumitomo Metal legten um 5,2 Prozent zu.

Eine mögliche Zusammenarbeit mit dem US-Autobauer General Motors trieb die Aktien von Isuzu Motors nach oben. Die Papiere des japanischen Fahrzeugherstellers kletterten um knapp 4 Prozent. GM und Isuzu erwägen eigenen Angaben zufolge, gemeinsam Pickups zu entwickeln. "Könnte Isuzu Motoren an GM verkaufen, könnte Isuzu seine Investitionen einfacher wieder reinholen", sagte Autoanalyst Kei Nihonyanagi von Barclays Capital.

Den Boom der Exportwerte beflügelte weiter die Politik des neuen Ministerpräsidenten Shinzo Abe, der die Notenbank zu einer stärker stimulierenden Geldpolitik drängt, unter anderem fordert er ein Zwei-Prozent-Defizitziel.

China sorgt für gute Laune

Angefeuert von hohen Exporten wuchs der chinesische Handelsbilanzüberschuss im Dezember überraschend deutlich auf 31,6 von 19,6 Mird. Dollar im November. Der Export legte gegenüber dem Vorjahr um 14,1 Prozent zu und übertraf damit die Erwartungen der Experten deutlich. Sie hatten im Schnitt lediglich mit einem Plus von 4,6 Prozent gerechnet und einem Handelsbilanzüberschuss von 19,6 Milliarden Dollar.

Mit dem deutlichen Zuwachs widerlegte China Befürchtungen der vergangenen Monate, das Wachstum könne in der weltweit zweitgrößten Volkswirtschaft abfallen und China damit seiner Rolle als Lokomotive der Weltkonjunktur nicht mehr gerecht werden. Mit Spannung warten Investoren nun auf die chinesischen Kennzahlen zur Inflation, die am Freitag veröffentlicht werden.

In Hongkong gehörten die Aktien von Aluminum Corp. of China (Chalco) erneut zu den Tagesgewinnern. Nachdem Alcoa am Dienstag eine deutlich steigende Nachfrage in China prognostiziert hatte, ging es mit dem Kurs rasant um 7,1 Prozent nach oben. Zudem waren Immobilien-Aktien gesucht. Die Papiere von New World Development stiegen um 3,4 Prozent, die Aktien von Wharf Holdings gewannen 1,4 Prozent.

Auch in Sydney profitierte der Handel vom deutlichen Handelsüberschuss in China. Allerdings blieb der australische Index mit einem Plus von lediglich 0,3 Prozent etwas zurück. Zu den Tagesgewinnern gehörten MacMahon Holdings. Nachdem der Konzern ein neues Angebot für sein Baugeschäft erhalten hat, gewannen die Papiere 3,6 Prozent.                      

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Quelle: n-tv.de

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