Wirtschaft
Die Bank of Japan in Tokio.
Die Bank of Japan in Tokio.(Foto: picture alliance / dpa)

BoJ macht Geld locker: Asiens Börsen unbeeindruckt

An den asiatischen Märkten verderben die festgefahrenen US-Haushaltsgespräche die Kauflaune. Die Ausweitung des Anleiheaufkaufprogramms der Bank of Japan sorgt auch nicht für Hochstimmung.

Die erneute Lockerung der Geldpolitik in Japan hat an den Börsen in Fernost keine Jubelstürme ausgelöst. Die Ausweitung des milliardenschweren Anleihen-Kaufprogramms war erwartet worden und konnte die Stimmung nicht heben. Die Zentralbank reaguierte mit diesem Schritt reagierte auf den zunehmenden Druck des Wahlsiegers und designierten Ministerpräsidenten Shinzo Abe, stärker gegen die Deflation vorzugehen.

"Einige Investoren waren enttäuscht von der Summe des Ankaufprogramms", sagte Analyst Norihiro Fujito von Japans Mitsubishi UFJ Morgan Stanley Securities. Zugleich sorgte der quälende Haushaltsstreit in den USA, in dem eine Lösung aussteht weiterhin die sogenannte "Fiskalklippe" droht, für Verunsicherung und drückte die Aktienmärkte überwiegend ins Minus. Es seien keine Fortschritte in den Verhandlungen zwischen Demokraten und Republikanern erkennbar, kritisierte Analystin Natalie Rampono von der australischen Bank ANZ.

Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index ging mit einem Minus von 1,2 Prozent mit 10.039 Punkten aus dem Handel. Der breiter gefasste Topix-Index sackte 0,1 Prozent auf 838 Zähler ab. Die Märkte in Taiwan, Schanghai und Hongkong lagen ebenfalls im Minus. Lediglich die Börsen in Australien und Südkorea tendierten im Plus. In Seoul sorgte die Wahl der konservativen Politikerin Park Geun Hye zur neuen Präsidenten für eine positive Grundstimmung. Anleger hofften auf neue Initiativen, um beispielsweise den Immobiliensektor zu stützen.

Im japanischen Handel standen wenige Einzeldaten im Mittelpunkt. Die Mitsubishi -Aktie sank um 5,5 Prozent. Der Autobauer muss 1,2 Millionen Kleinwagen zurückrufen. Der Schritt dürfte Mitsubishi 90 Mio. Dollar kosten. Als Grund für den Rückruf nannte der Konzern Probleme mit Dichtungen am Motor. Auch die Kurse anderer Autohersteller kamen unter die Räder: So verloren die Anteilsscheine von Nissan Motor 7,4 Prozent an Wert, Honda Motor gaben 1,8 Prozent ab.

Der Euro gab im asiatischen Handel zum Dollar etwas nach. Die europäische Gemeinschaftswährung kostete 1,3215 Dollar und damit etwas weniger als im späten US-Handel am Vortag. Im Vergleich zur japanischen Währung kostete der Dollar 83,95 Yen.

Quelle: n-tv.de

Empfehlungen