Wirtschaft
Nikkei knackt die Marke - erneut.
Nikkei knackt die Marke - erneut.(Foto: REUTERS)

Das freut auch die Dax-Anleger: Nikkei schießt über die 15.000

Diese Handelswoche kann sich sehen lassen an der Tokioter Börse: Der Leitindex springt auf den höchsten Stand seit sechs Monaten - und wieder über die 15.000er Marke. Zwei Gründe dafür gibt es. Für das Kursplus in China reicht einer.

In Asien stehen die Zeichen zum Wochenschluss auf gründ: In China kommt der Reformwille an, in Jaoan sorgen der Rückgang des Yen und starke Firmenbilanzen für satte Gewinne. Sie trieben den Leitindex am Freitag auf den höchsten Stand seit sechs Monaten - und wieder über die psychologisch wichtige 15.000er Marke.

Der 225 Werte umfassende Nikkei befand sich damit auf Kurs zu seiner besten Woche seit Ende 2009. Der Index ging mit einem Aufschlag von 290 Punkten oder 2,0 Prozent und einem Stand von 15 166 Punkten aus dem Handel. Der breiter gefasste Topix legte 1,67 Prozent auf 1239 Zähler zu. Der MSCI-Index für die asiatischen Aktienmärkte außerhalb Japans lag rund 1,3 Prozent im Plus. An der Börse in Seoul ging es für den Kospi knapp 2 Prozent nach oben. Der Index in Australien stieg 0,8 Prozent.

"Yellen-Effekt" und schwacher Yen

"Der Markt blüht auf durch einen 'Yellen-Effekt'", sagte Analyst Kim Hak-Gyun von KDB Daewoo Securities. Zuvor hatten Yellens Aussagen bereits die US-Börsen auf Rekordstände gehoben.

In Tokio sorgten auch der Rückgang des Yen und überzeugende Firmenbilanzen für Kauflaune. Zu den Gewinnern zählten viele Finanzwerte, die von starken Geschäftszahlen oder Prognosen profitierten. So legten Mitsubishi UFJ und Mizuho Financial jeweils rund zwei Prozent zu. Papiere des Konzerns Dai-ichi Life Insurance sprangen sogar um mehr als sechs Prozent nach oben. Gefragt waren auch die Aktien von Exporteuren, die vom jüngsten Kursrutsch des Yen profitierten. So stiegen Sony -Aktien um mehr als drei Prozent.

Chinas Reformwille kommt an

Die Hoffnung, dass China Reformen für staatliche Unternehmen beschließen wird, trieb dagegen in Shanghai die Kurse nach oben. Der Shanghai Composite legte 1,7 Prozent zu, nachdem in Medien über Details der in China geplanten Wirtschaftsreformen berichtet wurden. Die Kommunistische Partei in China will bis zum Jahr 2020 das planwirtschaftliche Korsett lockern.

Die chinesische Währung Yuan legte ebenfalls zu. Ein Dollar kostet nur noch 6,0910 Yuan. Am Donnerstag im späten Geschäft waren es 6,0922 Yuan. Beobachter halten es für möglich, dass der Dollar bis auf die charttechnische Unterstützung bei 6,0787 Yuan fällt. Die anfängliche Enttäuschung über die Beschlüsse auf dem Kongress der Kommunistischen Partei Chinas hat sich gelegt. Analysten verweisen darauf, dass dort der Liberalisierung der Märkte Priorität eingeräumt worden sei, auch wenn der Zeitrahmen dafür ungewiss sei.

Quelle: n-tv.de

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