Wirtschaft
Die Luftverschmutzung in Peking treibt den Palladium-Preis.
Die Luftverschmutzung in Peking treibt den Palladium-Preis.(Foto: dpa)

Rally bei Palladium: Brent billiger, WTI teurer

Die Ölpreise gehen getrennte Wege. Der Preis für die Nordseesorte Brent sinkt, WTI dagegen wird teuer. Hoch im Kurs bei den Anlegern steht Palladium. Anleger hoffen bei dem bei Abgas-Katalysatoren verwendeten Edelmetall auf eine anziehende Nachfrage.

Während sich ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur März-Lieferung auf 117,76 US-Dollar verbilligt hat – zuletzt kostete es 90 Cent weniger als am Vortag, stieg der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) leicht auf 97,61 Dollar.

Die Internationale Energieagentur (IEA) hat ihre Prognose zur Ölnachfrage 2013 leicht nach unten korrigiert. Die IEA rechnet nun mit einer täglichen Ölnachfrage von 90,7 Mio. Barrel, wie aus dem Monatsbericht Februar hervorgeht. Das sind 85.000 Barrel weniger als im Januar prognostiziert. Dabei wurden wie beim IWF, der seine Prognose für  das Wachstum der Weltwirtschaft 2013 jüngst um 0,1 Prozentpunkt auf 3,5 Prozent gesenkt hatte, vornehmlich die Schätzungen für den Euroraum und Lateinamerika nach unten angepasst. Am Nachmittag werden noch die Zahlen des US-Energieministeriums erwartet.

Am Vortag hatten die Ölpreise noch zugelegt. Erstmals seit sechs Wochen waren die Rohöllagerbestände in der vergangenen Woche laut Daten des privaten American Petroleum Institute gefallen. Außerdem hatte der gefallene Dollarkurs die Ölpreise gestützt.

Palladium-Preis auf 17-Monats-Hoch

Hoch im Kurs stand Palladium: Anleger hoffen auf eine anziehende Nachfrage. Das unter anderem zur Herstellung von Abgas-Katalysatoren verwendete Edelmetall verteuerte sich um bis zu 0,4 Prozent auf 772,25 Dollar je Feinunze und war damit so teuer wie seit September 2011 nicht mehr.

"Die Rally wird von der Luftverschmutzungsproblematik in Peking getrieben", sagte Rohstoff-Experte Yasukazu Kyomoto vom Brokerhaus Yutaka Shoji. Wegen besonders schweren Smogs hatte China in den vergangenen Wochen etwa 100 Fabriken vorübergehend geschlossen und Fahrverbote verhängt.

Er gehe davon aus, dass China seine Abgas-Vorschriften verschärfen wird, fügte Kyomoto hinzu. "Falls ja, würde das die Nachfrage nach Auto-Katalysatoren anheizen. Anders als in Europa kann in China nicht nur Platin sondern auch Palladium in Auto-Katalysatoren eingesetzt werden." Letzteres sei im Vergleich zu seinem Schwestermetall unterbewertet.

Platin legte 0,5 Prozent auf 1723,49 Dollar je Feinunze zu und lag damit knapp 17 Dollar unter seinem 17-Monats-Hoch vom Monatsanfang. Gold notiert 0,2 Prozent schwächer bei 1647,50 Dollar.

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Quelle: n-tv.de

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