Wirtschaft
(Foto: ASSOCIATED PRESS)

Kein Handel in Tokio: Chinas Börsen im Plus

Während in Japan feiertagsbedingt nicht gehandelt wird, verzeichnet die Börse in Shanghai ein deutliches Plus. Denn der US-Haushaltsstreit tritt wegen neuer Konjunkturnachrichten in den Hintergrund.

Am letzten Tag des Jahres waren viele asiatische Börsen geschlossen. Dort wo gehandelt wurde, trübte meist der US-Haushaltsstreit die Stimmung. Nur die chinesischen Aktien zeigten sich unbeeindruckt davon, dass die USA auf die Fiskalklippe zusteuern. Vor allem in Shanghai sorgte die erfreuliche Entwicklung der heimischen Wirtschaft Kursgewinne.

Der Shanghai-Composite-Index stieg um 1,6 Prozent, nachdem der endgültige HSBC-Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe im Dezember mit 51,5 den höchsten Stand seit 19 Monaten erreicht hatte. Werte über 50 signalisieren Wachstum.

Gesucht waren Aktien chinesischer Immobiliengesellschaften wie Poly Real Estate, die um 3,3 Prozent zulegten. Der Sektor profitierte von der Erwartung, dass der Ausbau der Infrastruktur vorankommt und der Immobilienmarkt eine Stabilisierung erfährt. In Hongkong erholten sich die Aktienkurse in einer verkürzten Sitzung von anfänglichen Verlusten. Der Hang-Seng-Index schloss kaum verändert. Der Kurs des chinesischen Versicherers China Life stieg um 3,3 Prozent.

An den Börsen in Tokio und Seoul fand kein Handel statt. In Sydney ging der Leitindex S&P/ASX-200 um 0,5 Prozent niedriger aus einer verkürzten Sitzung. Belastend wirkte, dass Regierung und Opposition in den USA  die Frist für eine Einigung im Haushaltsstreit möglicherweise nicht einhalten werden. Falls der Streit heute nicht beigelegt wird, treten zum Beginn des neuen Jahres automatisch Steuererhöhungen und Ausgabenkürzungen in Kraft. Das könnte die US-Wirtschaft in eine Rezession stürzen und andere Volkswirtschaften in Mitleidenschaft ziehen.

Der überzeugende chinesische Einkaufsmanagerindex milderte indessen den Druck auf die australischen Aktien. Die Titel von Fortescue Metals schlossen um 0,2 Prozent höher, nachdem sie vorübergehend 1,9 Prozent eingebüßt hatten. Die Kurse von BHP Billiton und Rio Tinto sanken um je 0,8 Prozent.

Quelle: n-tv.de

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