Wirtschaft
Erst die Wahlen, dann der Gold-Run?
Erst die Wahlen, dann der Gold-Run?(Foto: REUTERS)

US-Öl deutlich teurer: Das Gold und Obama

Die Preise für US-Öl ziehen weiter an. Viele Raffinerien, die wegen des Wirbelsturms "Sandy" vorsorglich geschlossen worden waren, sind inzwischen wieder angefahren. Gleichzeitig lässt sich bei Gold ein anderer Trend erkennen. Allgemein betrachtet, halten sich die Investoren an den Rohstoffmärkten vor den US-Präsidentschaftswahlen zurück.

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Vor der US-Präsidenten- und Kongresswahl wollen die Anleger am Goldmarkt offenbar keine Risiken mehr eingehen. Da zudem noch einige Konjunkturdaten aus der weltgrößten Volkswirtschaft anstünden, sei Zurückhaltung das oberste Gebot, erklärten Händler. Selbst vom physischen Goldmarkt kämen trotz der Fest-Saison in Indien keine neuen Impulse. So notierte die Feinunze Gold mit 1721,90 Dollar kaum verändert.

Im Oktober war der Preis von fast 1800 Dollar auf beinahe 1700 Dollar gefallen, nachdem Skepsis an der Konjunkturentwicklung weltweit um sich gegriffen hatte. Neueste Daten aus China - der offizielle Einkaufsmanagerindex war im Oktober leicht gestiegen - gaben zwar etwas Entwarnung, konnten die Goldanleger aber nicht an den Markt locken.

China belebt Kupfer

Die Hoffnung auf eine anziehende Nachfrage aus China trieb den Kupferpreis an. Das Industriemetall verteuerte sich um 0,6 Prozent auf 7802 Dollar je Tonne. Chinas offizieller Einkaufsmanagerindex kletterte im Oktober erstmals seit Juli wieder über die Marke von 50 Punkten, ab der Wachstum signalisiert wird. Er stieg um 0,4 auf 50,2 Punkte.

"Damit mehren sich die Zeichen, dass die chinesische Wirtschaft wieder an Dynamik gewinnt. Dies sollte sich in einer robusten Nachfrage nach Rohstoffen niederschlagen", hieß es in einem Kommentar der Commerzbank.

WTI holt auf

Nach den wöchentlichen Öl- und Benzin-Vorratsdaten der US-Energiebehörde in der vergangenen Woche stieg der Preis für ein Fass (159 Liter) US-Leichtöl der Sorte WTI um rund 1 Prozent auf 87,02 Dollar.

Wegen des Wirbelsturms "Sandy" war an den vergangenen Tagen die Versorgung der Ostküste mit Öl und Benzin gestört gewesen. In vielen betroffenen Raffinerien konnte die Produktion noch nicht wieder voll aufgenommen weden. Ein Fass (159 Liter) Nordseeöl der Sorte Brent notierte dagegen mit 108,34 Dollar 0,3 Prozent niedriger.

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Quelle: n-tv.de

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