Wirtschaft
Viele Anleger halten sich zurück.
Viele Anleger halten sich zurück.(Foto: picture alliance / dpa)

Euro-Peripherie verunsichert: Dax arbeitet sich vor

Der deutsche Aktienmarkt steigt moderat, Größere Schwankungen blieben aus – auch da wichtige Konjunkturdaten fehlten, sagen Händler.

Am deutschen Aktienmarkt geht es bergauf - allerdings nur leicht. Der Dax drehte am frühen Nachmittag nach schwachem Start ins Plus und schloss 0,3 Prozent fester bei 7660 Punkten. Der TecDax stieg 1,1 Prozent auf 890 Zähler, während der MDax 0,3 Prozent auf 12.784 Punkte gewann.

Vor allem eine Erholung des Euro auf 1,3550 Dollar stützte die Märkte. Zudem fielen die Renditen von Anleihen aus Italien und Spanien und signalisierten damit Entspannung in der Euro-Schuldenkrise..

ThyssenKrupp-Titel sanken nach der unspektakulären Quartalsbilanz des Stahlkonzerns um 0,4 Prozent. Bemängelt wurden fehlende Aussagen zur Strategie. Klare Börsenfavoriten in Europa waren Bank-Aktien nach überraschend guten Zahlen der britischen Barclays. Deutsche Branchenwerte konnten davon jedoch nicht profitieren, da die Institute ihre Quartalsdaten bereits vorgelegt hatten. Aktien der Deutschen Bank legten 1,1 Prozent zu, die der Commerzbank sanken um 0,1 Prozent.

Deutsche-Börse-Aktien stiegen um 2,3 Prozent. Anleger hofften, dass der Marktbetreiber von den Fusions-Wünschen der US-Börse Nasdaq profitieren kann. Lufthansa-Titel stiegen um 2 Prozent nach einer Kaufempfehlung der DZ-Bank. Mau sah es bei den Telekom-Aktien aus: Diesmal gab es schlechte Nachrichten von der France Telecom-Tochter aus Polen. Der Sektor litt zudem unter Dividendenkürzungen wie bei Telecom Italia, die ihre Ausschüttung halbieren wird. Auch geplante Kapitalerhöhungen wie bei der niederländischen KPN kamen nicht gut an. Papiere der Deutschen Telekom fielen um 0,3 Prozent.

Continental-Aktien verloren 1,1 Prozent. Hier drückten schwache Reifen-Umsätze beim französischen Konkurrenten Michelin. Titel von Wacker Chemie profitierten weiterhin von der Beendigung der Kurzarbeit an einem Standort, sie verteuerten sich um weitere 2,7 Prozent.

Quelle: n-tv.de

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