Wirtschaft
Ein Zickzacklauf: Rauf und runter.
Ein Zickzacklauf: Rauf und runter.(Foto: picture alliance / dpa)

Anleger halten den Atem an: Dax arbeitet sich vor

Anleger wissen im Moment buchstäblich nicht, wohin sie zuerst gucken sollen: Da ist der Kursverfall des Rubel, die möglichen geldpolitischen Aussagen der Fed. Und die Wahl zum griechischen Staatspräsidenten geht in ihre erste Runde. Ausgang offen.

Nach einem schwachen Handelsstart konnte der deutsche Aktienmarkt am Mittwoch im Verlauf seine Verluste minimieren. Am Ende schloss der Dax mit einem kleinen Minus von 0,2 Prozent bei 9544,43 Punkten. Für eine Beruhigung an den Börsen weltweit sorgte, dass sich der Rubel nach dem massiven Wertverlust am Vortag erholen konnte. Zeitgleich legte der Ölpreis zu, und die Börse in Moskau haussierte. Ob es sich nur um eine temporäre Erholung handelt, oder ob Rubel und Öl-Preis einen Boden gefunden haben, bleibt abzuwarten.

Zudem stützten am Nachmittag die Aussagen von EZB-Direktor Benoit Coeuré. Er sieht eine breite Mehrheit im Rat der Europäischen Zentralbank für weitere geldpolitische Maßnahmen. Auch wenn schon seit langem mit dem Kauf von Staatsanleihen durch die Notenbank gerechnet wird, fiel der Euro in Folge zum Dollar auf 1,24 zurück. Die Renditen der zehnjährigen Bundesanleihen notierten kaum verändert auf Rekordtief bei 0,60 Prozent.

Zu den Gewinnern am Aktienmarkt gehörten die Stahlwerte, nachdem Eurofer, der Wirtschaftsverband der europäischen Eisen- und Stahlindustrie, für 2015 ein langsames aber stetes Wachstum für die Industrie erwartet. Die Aktie der Deutschen Telekom schloss nach positiven Analystenkommentaren der Citigroup und dem Bankhaus Lampe 0,6 Prozent fester. Die Aktie von Lufthansa litt dagegen unter dem anziehenden Preis für Flugbenzin und gab 2,8 Prozent nach.

Positiv wurde im Handel die geplante Zusammenarbeit von Rocket Internet und Roland Berger gewertet. "Das fügt dem schnelllebigen Internet eine beständige Komponente hinzu", sagte ein Händler. Zusammen mit dem Unternehmensberater steige die Aussicht, auch an eingesessene Unternehmen als Kunden zu kommen. Rocket Internet und Roland Berger wollen dazu ein Joint Venture gründen, wie der neue Berger-Chef Charles-Edouard Bouée gegenüber dem "Manager Magazin" sagte. Die Rocket-Aktie stieg 2,6 Prozent

Quelle: n-tv.de

Empfehlungen