Wirtschaft
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BASF enttäuscht: Dax fällt zurück

Die Stimmung auf dem deutschen Aktienmarkt trübt sich etwas ein. Doch trotz des schwächeren Handelstages bleiben Börsianer zuversichtlich.

Gewinnmitnahmen haben den deutschen Aktienmarkt zum Wochenausklang gedrückt. Als leicht belastend erwies sich die Nachricht, dass ein Arzt aus New York an Ebola erkrankt ist. Übergeordnet war aber von einer recht guten Stimmung im Handel die Rede. "Die Panik ist erst einmal weg", sagte ein Händler. Der Dax ging mit einem Minus von 0,7 Prozent auf 8988 Punkten aus dem Handel.

Nicht hilfreich waren zudem Verluste der BASF-Aktie von 3,2 Prozent. Das Papier ist im Dax recht hoch gewichtet. Der Chemieriese hat den Ausblick auf 2015 an den unteren Rand der Erwartungen gesenkt. Der Gewinn im abgelaufenen Quartal lag zwar über den Schätzungen, was Händler aber dem außergewöhnlich guten Verlauf im Öl- und Gasgeschäft zuschrieben. Die DZ-Bank merkte an, dass BASF wie bereits im Vorquartal im Agrargeschäft nicht "geliefert" habe.

Tagesgewinner im Dax waren Deutsche-Telekom-Titel mit Aufschlägen von 2,6 Prozent. Nach guten Geschäftszahlen von unter anderem Orange und Belgacom ist das Interesse der Anleger an der Branche wieder gestiegen. Gerade in einem Umfeld schwächerer Wirtschaftsdaten aus Europa sei der defensive Charakter der "Telcos" interessant, hieß es im Handel. Dieser werde noch gesteigert durch den Eindruck, dass die Talsohle im Telekomsektor offenbar durchschritten worden sei.

Gelassen schauten die Anleger der Veröffentlichung des Bankenstresstests am Sonntag entgegen. Analysten gehen davon aus, dass die großen Institute den Test problemlos bestanden haben. Die Banken hätten ausreichend Zeit gehabt, etwaige bilanzielle Lücken zu füllen. Unsicherheiten gebe es nur bei kleineren Instituten aus der Peripherie. Deutsche-Bank-Papiere fielen um 0,1 Prozent, Commerzbank-Titel stiegen dagegen um 0,9 Prozent.

Quelle: n-tv.de

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