Wirtschaft
Zeit für Entspannung.
Zeit für Entspannung.(Foto: picture alliance / dpa)

Anleger warten ab: Dax macht Pause

Nach seinem Jahreshoch zu Wochenbeginn hält sich der Dax am Dienstag stabil. Nach nur leichten Gewinnen und Verlusten im Tagesverlauf geht er unverändert aus dem Handel.

Nach dem Jahreshoch zu Wochenbeginn ist dem Leitindex Dax die Puste ausgegangen. Die Kurse pendelten in der Mehrzahl den ganzen Tag über um ihre Schlussstände vom Vortag. Am Ende schloss der Dax unverändert mit 7435 Punkten. Auch der Anstieg des Euro zum US-Dollar auf ein Siebenwochenhoch konnte die Aktien nicht mitreißen. "In den vergangenen zwei Wochen ist der Dax um fast 500 Punkte gestiegen. Da sind Tage der Konsolidierung einfach normal", sagte ein Händler.

Am Montag war der Leitindex mit nahezu 7488 Punkten auf den höchsten Stand seit Juli 2011 geklettert, was in der Jahresbilanz ein Plus von 27 Prozent bedeutet. Der MDax gab am Dienstag um 0,09 Prozent auf 11 615,71 Punkte nach. Der TecDax litt vor allem unter dem Einbruch der United-Internet-Aktie und verlor 1,12 Prozent auf 833 Punkte. Marktanalyst Tobias Reichert vom Brokerhaus IG sprach von einem ruhigen Handelstag, an dem der Dax eine Verschnaufpause eingelegt habe.

Die eine oder andere kräftige Kursbewegung gab es aber doch: So zogen Lufthansa um 3,5 Prozent an und waren damit größter Gewinner im Dax. Händler begründeten den Anstieg der Aktie auf den höchsten Stand seit Anfang August 2011 mit einer Meldung, der zufolge die Fluggesellschaft nun auch auf längeren Strecken die Kosten reduzieren will.

Aktien der Deutschen Post verloren 1,4 Prozent. Der Logistikkonzern will mit Anleihen zwei Milliarden Euro einsammeln, um damit die Pensionsansprüche der deutschen Beschäftigten zu sichern. Laut Händlern verkauften Investoren daraufhin Post-Aktien und zeichneten stattdessen die Anleihe.

Kommentare von Analysten erwiesen sich als folgenreich. So fielen Infineon-Aktien um 3,8 Prozent. Goldman Sachs hat die Aktie des Halbleiterherstellers von einer Empfehlungsliste gestrichen.

Henkel-Aktien büßten 2,2 Prozent ein. Hier lastete die Abstufung auf "Underperform" von "Neutral" durch Credit Suisse auf dem Kurs, der seit Jahresbeginn immerhin schon um mehr als 40 Prozent gestiegen ist. Eine Abstufung der Fresenius-Aktie durch Morgan Stanley ließ diese um 1,5 Prozent nachgeben.

Unter die Kursräder gerieten die Papiere von United Internet. Die Aktie fiel um 8,3 Prozent. Laut Händlern platzierte der Großaktionär Warburg Pincus 11,9 Millionen Freenet-Aktien zu jeweils 16 Euro am Markt. Das hohe Angebot lastete auf dem Kurs.

Quelle: n-tv.de

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