Wirtschaft
Freitag, 04. Mai 2001

Fester Wochenausklang: Dax schließt im Plus

Nach einem volatilen Handelstag entschloss sich der Deutsche Aktienindex zu guter Letzt im Plus ins Wochenende zu gehen. Das Kursbarometer stieg um 0,81 Prozent auf 6.138,28 Punkte.

Zinsfantasien hatten zur Kehrtwende am Markt geführt. Viele machen sich nach den jüngsten Arbeitsmarktdaten Hoffnungen auf eine baldige Zinssenkung durch die US-Notenbank Fed, erklärten Händler. Am Nachmittag waren die Konjunkturdaten zunächst mit einem Kursrückgang von mehr als einen Prozent aufgenommen worden.

Wie das US-Arbeitsministerium mitteilte, sank die Zahl der Beschäftigten außerhalb der Landwirtschaft um 223.000 nach einem revidierten Rückgang von 53.000 (86.000) im Vormonat. Die Arbeitslosenquote kletterte um 0,2 Prozent auf 4,5 Prozent. Dies ist der höchste Stand seit Oktober 1998.

An der Spitze der DAX-Gewinner stand die Deutsche Lufthansa mit einem Plus von 5,69 Prozent auf 21,90 Euro. Hatten einige Marktteilnehmer eine Verunsicherung bei den Lufthansa-Aktionären erwartet, so setzte sich am Markt die Ansicht durch, ein kurzfristiger Streik sei in den Kursen bereits eingepreist. Über die Kosten, die der Arbeitskampf verursachen wird, sind sich die Analysten nicht sicher. Einige Analysten gehen von einem Betrag im niedrigen zweistelligen Mio. Euro-Bereich aus. Von Seiten der Lufthansa wurden keine Angaben über die Kosten des Pilotenstreiks gemacht. Am Montag sollen die Verhandlungen zwischen den Tarifpartnern wieder aufgenommen werden.

Die größten Verluste musste Metro hinnehmen. Die Aktie rutschte um 2,35 Prozent auf 49,07 Euro. Doch auch Thyssen Krupp musste Einbußen hinnehmen. Der Titel ging 2,13 Prozent leichter bei 16,98 Euro aus dem Handel. Die Herabstufung durch UBS Warburg lastete auf der Aktie. Die Analysten des Bankhauses hatten ihr Anlageurteil von "Kaufen" auf "Halten" geändert. Es gebe wachsende Befürchtungen, dass sich auf dem Stahlmarkt ein Angebotsüberschuss aufbaue, hieß es zur Begründung. UBS Warburg hatte zuvor den gesamten Stahlsektor von „Übergewichten“ auf „Neutral“ heruntergestuft.

Quelle: n-tv.de

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