Wirtschaft
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Schlussspurt zum Jahresende: Dax spreizt die Flügel

Die Jahresendrally läuft weiter. Gründe für die Gewinne gibt es zuhauf. Schub kommt aus Übersee. Vor allem die anhaltende Rekordfahrt an der Wall Street dürfte den Dax am ersten Handelstag nach der Weihnachtspause beflügeln.

Der Dax dürfte seine Jahresendrally am ersten Handelstag nach der Weihnachtspause fortsetzen.

Der Broker IG taxierte den deutschen Leitindex am Freitagmorgen 0,92 Prozent höher bei 9576 Punkten. Das würde erneut ein Rekordhoch bedeuten. In den USA hatten an den vergangenen beiden Handelstagen - an denen deutschen Börsen geschlossen geblieben waren - robuste Konjunkturdaten für gute Stimmung gesorgt.

Der Future auf den Dow Jones Industrial stieg seit dem Xetra-Schluss am Montag um etwas mehr als ein Prozent. An den Börsen Asiens standen die Ampeln auf grün. Auf Konjunktur- und Unternehmensseite dürfte es vor dem Wochenende ruhig bleiben.

Im Handel wird davon ausgegangen, dass die Aufwärtsbewegung im Dax noch einige Tage weiter laufen könnte. "Unter zyklischen Gesichtspunkten zeigt sich noch bis etwa Mitte Januar ein günstiges Aktienmarktumfeld", heißt es von Dirk Oppermann, technischer Analyst bei der DZ-Bank. Als Ziel nennt er für den Dax die Marke bei 9.700 Punkten.

Dax-Future zieht kräftig an

Der März-Kontrakt des Dax-Futures stieg um 8.15 Uhr um 80 auf 9.586,5 Punkte. Das Tageshoch liegt bislang bei 9588,5 und das Tagestief bei 9.559 Punkten. Umgesetzt wurden bisher rund 2.210 Kontrakte.

Gründe für die Gewinne gibt es Marktteilnehmern zuhauf. Als erstes sind die Börsen zu nennen, an denen an den vergangenen Tagen gehandelt wurde. So legten die Märkte in Amsterdam oder Madrid an Heiligabend zu.

Gute Nachrichten gibt es zudem aus Übersee. So schloss der Dow-Jones-Index an der Wall Street bereits das 50. Mal in diesem Jahr auf Rekordhoch. Eine Serie, die sicherlich nicht so bald zu toppen ist. Nahezu vergessen scheint am Aktienmarkt, dass die Notenbank Fed im Januar das Kaufprogramm für Anleihen um 10 Milliarden Dollar monatlich reduzieren wird. Noch im Sommer diesen Jahrs sorgte diese Aussicht für Abverkäufe am Aktienmarkt.

Anleihemärkte unter Druck

Am Anleihenmarkt sind allerdings Auswirkungen der geänderten Notenbankpolitik in den USA zu erkennen. So stiegen die Renditen der US-Treasurys mit einer Laufzeit von zehn Jahren zwischenzeitlich auf 3 Prozent an. Anfang des Jahres rentierten die US-Anleihen noch bei 1,78 Prozent. Im Fahrwasser der US-Anleihen dürften auch die Bundesanleihen im Tagesverlauf unter Druck geraten.

Gute Nachrichten für die Börsen kommen auch aus Asien. In Japan scheint die Notenbank-Politik aufzugehen. Der Yen steht unverändert unter Druck, so dass der Dollar auf 105 Yen steigt. Aber auch gegenüber dem Euro verliert die Währung weiter, der Euro steigt auf 144 Yen und damit auf den höchsten Stand seit Oktober 2008. Damit verschafft sich die Wirtschaft einen Wettbewerbsvorteil auf den globalen Märkten, was an der Börse in Tokio abzulesen ist. Der Nikkei-Index handelt über 16.000 Punkten, dem höchsten Stand seit sechs Jahren.

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Quelle: n-tv.de

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