Wirtschaft
Dienstag, 08. Mai 2001

Schwache Auto-Werte: Dax verteidigt seine Position

Wiederum knapp unter dem Vortagesniveau schloss der deutsche Aktienindex am Dienstag. Nach einem zunächst richtungslosen Handel folgten die Werte nach Eröffnung der Wall Street den Vorgaben der US-Börsen. Größere Orders habe es kaum gegeben, der Handel sei im Wesentlichen lustlos verlaufen, erklärten Händler. Die US-Märkte hatten nach einem zunächst positiven Start ihre Anfangsgewinne wieder abgegeben. Die realtive Stärke des deutschen Indizes zum Handelsende sei jedoch positiv gewesen, , da die US-Standardwerte deutlich stärker im Minus lägen, hieß es weiter.

Zu den Verlierern gehören erneut die Papiere der Deutschen Lufthansa, die noch immer unter den Folgen des Tarifstreites leiden. Zwar gingen die Gespräche am Dienstag weiter, jedoch belaste die Drohung der Pilotenvereinigung, den Streik am Donnerstag fortzusetzen.

Ebenfalls zu den Verlierern gehören die Automobiltitel. Bei DaimlerChrysler belastete ein Bericht der „Financial Times Deutschland“ wonach die Ausgaben für Garantieleistungen zwischen 1998 und dem Jahr 2000 um 340 Prozent auf 1,7 Mrd. Euro gestiegen seien. Eine Unternehmenssprecherin bestätigte, dass die Kosten angestiegen seien, nannte aber keine Zahlen. Zur Begründung hieß es, der Kostenanstieg sei auf das deutlich ausgeweitete Garantieangebot zurückzuführen, dass im Oktober 1998 eingeführt worden ist.

Bei Volkswagen belastete die Umstellung der Bilanzierung. Der Wolfsburger Konzern weist seine Geschäftszahlen für das erste Quartal 2001 nach HGB und IAS-Regeln aus. Die Anleger orientierten sich aber offensichtlich an den HGB-Zahlen, die hinter den Analystenerwartungen zurückblieben, so Händler.

Quelle: n-tv.de

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