Wirtschaft
(Foto: AP)

Warten auf den "Marschbefehl": Dow auf Mehrjahreshoch

Zahlen und Analystenschätzungen sorgen vereinzelt für Kauflaune bei den Anlegern an der Wall Street. Das Gros der Anleger wartet aber auf die Rede zur Nation des US-Präsidenten Obama. Allerdings spricht dieser erst nach Börsenende. Dennoch: Der Dow bleibt auf Rekordniveau.

Der Dow Jones Industrial ist am Dienstag binnen weniger Tage erneut auf ein Hoch geklettert. Bei 14 038,97 Punkten zeigte sich der am Vortag noch schwächelnde US-Leitindex im Verlauf so stark wie seit Oktober 2007 nicht mehr. Er schloss 0,3 Prozent fester bei 14.019 Punkten. Von einem Anlageexperten hieß es, der Index nehme aktuell eine Besserung der Konjunkturlage und gute Unternehmenszahlen vorweg. Anders als allgemein erwartet könnte den Börsen im Februar eine Korrektur erspart bleiben.

Der marktbreite S&P-500-Index gewann am Dienstag 0,2 Prozent auf 1519 Punkte. An der Technologiebörse Nasdaq trübte sich die Stimmung hingegen etwas ein: Der Composite-Index sank um 0,2 Prozent auf 3186 Punkte und der Auswahlindex Nasdaq 100 verlor 0,4 Prozent auf 2763 Punkte. Gestützt von leichten Aufschlägen an den US-Börsen schloss der Dax 0,4 Prozent im Plus bei 7660 Zählern. opa seine Geschäftsziele für dieses Jahr stutzte.

Nachbörslich steht die Ansprache von US-Präsident Barack Obama an. Die wirtschaftliche Situation sollte eines der Hauptthemen von Obamas Rede zur Lage der Nation werden. Anleger wollten besonders auf Aussagen zum Haushaltsstreit mit den Republikanern achten. Bleibt eine Einigung aus, treten am 1. März automatisch Ausgabenkürzungen in Kraft. "Wir warten ab, wie der Marschbefehl für die kommenden vier Jahre lautet", sagte Analyst Kim Forrest von Fort Pitt Capital zur Bedeutung der Rede.

Zahlen, Zahlen, Zahlen

Bei den Einzelwerten ließen Coca-Cola-Aktien 2,7 Prozent Federn, weil die jüngsten Geschäftszahlen des Softdrink-Giganten hinter den Erwartungen der Börsianer zurückblieben.

Die Aktien des Reifenherstellers Goodyear fielen um 0,5 Prozent, weil der Konzern wegen der Auto-Krise in Europa seine Geschäftsziele für dieses Jahr stutzte.

Dagegen zogen Avon-Titel um knapp 20 Prozent an. Der angeschlagene Kosmetikkonzern konnte seinen Umsatz steigern. Viele Anleger setzten deshalb auf eine Trendwende.

Apple-Anteilsscheine zählten mit einem Minus von 2,5 Prozent dagegen zu den Verlierern. Nach der Klage eines Hedgefonds-Mangers denkt Apple-Chef Tim Cook über eine stärkere Beteiligung der Aktionäre an den milliardenschweren Bargeld- und Wertpapierbeständen des iPhone-Herstellers nach.

Facebook gaben rund 1 Prozent nach, was am Markt mit einer Analystenstudie begründet wird.

 Die von der US-Regierung im Zusammenhang mit der Finanzkrise verklagte Ratingagentur Standard & Poor's verdient weiter gutes Geld. Der Überschuss des Mutter-Konzerns McGraw-Hill kletterte im 4. Quartal 2012 um mehr als drei Viertel auf 190 Mio. Dollar. Der Umsatz stieg um 22 Prozent auf 1,23 Mrd. Dollar. Börsianer ließen die Zahlen kalt: Die McGraw-Hill-Aktien traten in aber auf der Stelle.

An der Wall Street kletterten auch die Aktien von JP Morgan um 1 Prozent und damit auf den höchsten Stand seit viereinhalb Jahren. Die Titel von Bank of America, Goldman Sachs und der Citigroup verbesserten auf die höchsten Stände seit Frühjahr 2011.

Quelle: n-tv.de

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