Wirtschaft
Sorgen auf dem Parkett wegen des Etatstreits.
Sorgen auf dem Parkett wegen des Etatstreits.(Foto: AP)

Verhandlungen im Fiskalstreit: Dow gewinnt an Boden

An den US-Börsen schaut man gebannt auf Washington, wo Demokraten und Republikaner um einen Haushaltskompromiss ringen. Präsident Obama sorgt mit seiner Äußerung, dass es Fortschritte gebe, für bessere Börsianer-Laune.

Die US-Aktienmärkte haben das Jahr auf Tages-, Monats- und Jahressicht im Plus abgeschlossen. Am Montag war weiter der Haushaltsstreit in Washington zentrales Thema an den Börsen in New York. Hier deutete sich zu Börsenschluss laut Präsident Barack Obama wenigstens eine teilweise Einigung an. Händler sprachen von einem sehr dünnen Geschäft.

Der Dow-Jones-Index schloss bei 13.104 Punkten und damit 1,3 Prozent im Plus. Im Verlauf pendelte er zwischen 12.883 und 13.109 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 ging mit 1426 Zählern 1,7 Prozent höher aus dem Handel. Die Technologiebörse Nasdaq gewann zwei Prozent und schloss bei 3019 Punkten. Auf Monatssicht stieg der Dow um 0,6 Prozent, der S&P um 0,7 Prozent und die Nasdaq um 0,3 Prozent. Deutlich fielen die Gewinne für das Gesamtjahr aus: Der Dow legte um 7,3 Prozent zu, der S&P 13,4 Prozent und die Nasdaq 15,9 Prozent.

Im Senat wurden am Montag die Verhandlungen über den Haushalt fortgesetzt. Demokraten und Republikanern blieb nur noch bis Mitternacht Zeit, um automatische Ausgabenkürzungen und Steuererhöhungen abzuwenden. Diese könnten die weltgrößte Volkswirtschaft in eine Rezession stürzen.

Viele Börsianer zeigten sich allerdings zuletzt zuversichtlich, dass ein Sturz über die sogenannte Fiskalklippe nicht das Ende der Welt bedeuten würde. Es bestehe genügend Spielraum, die gefürchtete Rezession zu verhindern, erklärten sie. "Die Dinge werden gelöst", sagte Richard Weiss von American Century Investments, und fügte hinzu: "Vielleicht nur nicht in einem guten Zeitraum." In politischen Kreisen wurde spekuliert, dass eine weitreichendere Einigung wohl erst im neuen Jahr zustande kommen werde. Damit würden zwar zum Jahreswechsel fällige Steuererhöhungen und Ausgabenkürzungen zunächst in Kraft treten, könnten aber wieder rückgängig gemacht werden.

Quelle: n-tv.de

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