Einzelhandel macht MutDow klettert leicht
Angesichts gemischt ausgefallener Konjunkturdaten gehen die wichtigsten US-Indizes am Freitag uneinheitlich aus dem Handel. Der Dow Jones setzt zum Wochenausklang seine Klettertour fort.
Die US-Börsen haben sich am Freitag kaum verändert präsentiert. Die Anleger hatten unterschiedlich ausgefallenen Konjunkturdaten zu verarbeiten: Auf der einen Seite überraschte der Anstieg der Einzelhandelsumsätze positiv. Die Händler nahmen im Februar 0,3 Prozent mehr ein als im Vormonat, womit Analysten nicht gerechnet hatten. Andererseits trübte sich das Verbrauchervertrauen im März unerwartet ein, was Sorgen um die Entwicklung des Arbeitsmarktes schürte.
Der Dow-Jones-Index der Standardwerte gewann 0,12 Prozent auf 10.624 Punkte. Der breiter gefasste S&P-500-Index lag leicht im Minus bei 1149 Zählern. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verlor 0,03 Prozent und ging mit 2367 Punkten aus dem Handel. Auf Wochensicht ergab sich für den Dow ein Plus von 0,6 Prozent, der S&P stieg ein Prozent und die Nasdaq 1,8 Prozent.
"Die vorherrschende Meinung ist, das die Märkte weiter steigen werden. Die Händler wollen keine Aktien verkaufen, von denen sie ausgehen, dass sie in den kommenden drei bis sechs Monaten steigen werden", sagte Michael James von Wedbush Morgan. Börsianer freuten sich über die gut ausgefallenen Umsätze im Einzelhandel. "Offenbar wird der US-Konsum im ersten Quartal 2010 nicht so schwach ausfallen wie befürchtet", sagte ein Analyst. Die Lagerbestände von US-Unternehmen veränderten sich dem Handelsministerium zufolge im Januar jedoch nicht. Der Verbrauchervertrauens-Index von Reuters und der Uni Michigan dämpfte zudem die Hoffnungen auf eine baldige Wende am Arbeitsmarkt.
Auf Unternehmensseite standen Finanz- und Technologiewerte im Vordergrund. Bereits am Vortag gehörten Bank-Aktien zu den Gewinnern. Vom Scheitern der überparteilichen Bemühungen um eine Finanzmarktreform erhofften sich Anleger Vorteile für das Geschäft der Geldhäuser. Die Papiere von Goldman Sachs verzeichneten Aufschläge von 0,8 Prozent.
Die Aktien des Chipherstellers National Semiconductor gewannen nach guten Zahlen 0,3 Prozent. Das Unternehmen hatte mit seinem Quartalsgewinn die Erwartungen von Analysten übertroffen.
Zu den Verlierern gehörte die Citigroup-Aktie, die nach einer Rally über vier Tage am Freitag mehr als fünf Prozent verlor. Abschläge verzeichneten auch die Anteilsscheine des Düngespezialisten CF Industries. Sie gaben 3,9 Prozent nach.
Auch Anteilsscheine des Haushaltsgeräte-Herstellers Whirlpool verloren, obwohl das Unternehmen nach eigenen Angaben 1,8 Millionen Dollar an Entschädigungszahlungen erhält. Einem US-Gericht zufolge hatte der koreanische Rivale LG Electronics ein Whirlpool-Patent verletzt.