Wirtschaft
(Foto: AP)

Krisenherde belasten: Dow wälzt Irak-Sorgen

An den Aktienmärkten in New York sehen sich Anlagestrategen mit einem leicht unterkühlten Wochenauftakt konfrontiert. Für die kommenden Tage rechnen Händler indes mit einem regeren Handel.

Die US-Börsen haben die neue Woche uneinheitlich begonnen. Händler behielten weiter die Entwicklung im Irak im Blick, wo die Armee nach der Ausrufung eines Kalifats durch Islamisten mit Hochdruck versucht, die Oberhand in den von Rebellen kontrollierten Gebieten zurückzugewinnen. Diese Offensive sorgte für einen Rückgang des Ölpreises. Am Markt ließ offenbar die Sorge nach, die Lage könne gänzlich entgleiten. US-Rohöl wurde billiger gehandelt. Die Händler hoffen für die kommenden Tage jedoch auf ein regeres Geschäft als zuletzt. Sie setzen darauf, dass sich der Handel wegen des Unabhängigkeitstags am Freitag auf weniger Tage konzentrieren wird.

Der Dow-Jones-Index schloss bei 16.826 Punkten 0,2 Prozent im Minus. Im Verlauf pendelte er zwischen 16.801 und 16.871 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 ging mit 1960 Zählern praktisch unverändert aus dem Handel. Die technologielastige Nasdaq gewann 0,2 Prozent und schloss bei 4408 Punkten.

Unter den Einzelwerten stark gefragt waren an der Wall Street die Aktien von MannKind, die rund 9,6 Prozent zulegten. Am Freitag hatten die US-Behörden dem Unternehmen für ein Insulin-Präparat zum Inhalieren grünes Licht gegeben.

Zu den Favoriten im Dow zählten mit plus 0,6 Prozent ferner die Papiere von Merck & Co. Der Pharmakonzern berichtete von positiven Studiendaten (Phase III) zum Medikament Emend gegen Übelkeit und Erbrechen nach einer Chemotherapie bei Kindern.

Ein Plus von knapp drei Prozent verbuchten die Papiere von PPG Industries. Der Chemiekonzern will mit einem Milliardenzukauf sein Geschäft mit Baufarben stärken und kauft daher das mexikanische Unternehmen Consorcio Comex. Die Übernahme wird mit 2,3 Milliarden US-Dollar (1,65 Milliarden Euro) bewertet.

Aufwärts ging es auch mit den Anteilsscheinen der Bank of New York Mellon. Die Dividendenpapiere des Geldhauses verteuerten sich um 3,4 Prozent. Ein US-Fonds hatte bekanntgegeben, für eine Milliarde Dollar Aktien an dem Finanzinstitut erworben zu haben.

GM-Titel verloren dagegen um fast 0,9 Prozent. Der US-Autobauer kündigte weitere Rückrufe an.

Weiter im Fokus bleibt außerdem der Börsengang von Gopro. Die Aktien sprangen um weitere knapp 13 Prozent hoch auf 40,55 Dollar. Die Papiere der für ihre Actionkameras Hero bekannte US-Firma waren am vergangenen Donnerstag an der Börse gestartet. Der Ausgabepreis hatte beim anvisierten Höchstpreis von 24 Dollar gelegen. Inzwischen beläuft sich das Plus auf nahezu 70 Prozent.

Analystenmeinungen beflügelten im Nasdaq 100 die Anteilsscheine von Yahoo und Micron Technology. Die Titel des Halbleiterspezialisten Micron waren mit plus 4,6 Prozent Spitzenwert im Auswahlindex und profitierten davon, dass die Credit Suisse sie auf ihre Empfehlungsliste gesetzt hatte. Seit Jahresbeginn sind Micron-Aktien damit um etwas mehr als 50 Prozent gestiegen.

Um 2,6 Prozent legten die Anteilsscheine von Yahoo zu. Die Analysten von Piper Jaffray sehen den Wert der Beteiligung an der Handelsplattform Alibaba im Aktienkurs von Yahoo noch nicht ausreichend widergespiegelt. Je näher der Börsengang von Alibaba rücke, desto realistischer sollte die Bewertung werden, hieß es.

Quelle: n-tv.de

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