Wirtschaft
Die Anleger warten vorerst ab.
Die Anleger warten vorerst ab.(Foto: REUTERS)

Fed sorgt für Unsicherheit: Dow zieht am Nikkei

Vor gut einer Woche sorgt die weiter lockere US-Notenbank-Politik für ein Kursfeuerwerk an den Börsen. Nun aber rückt das mögliche Ende der Party wieder in den Blickpunkt. In Japan halten sich die Anleger daher etwas zurück. Bei den Einzeltiteln profitieren die Apple-Zulieferer von starken Verkaufszahlen des neuen iPhones.

Während es an den asiatischen Aktienmärkten nach negativen Vorgaben aus den USA überwiegend nach unten geht, verzeichnen die Aktien einiger Apple-Zulieferer Gewinne. Der US-Technologiekonzern vermeldete zuletzt starke Absatzzahlen der jüngst noch kritisierten neuen iPhone-Modelle. In den ersten drei Tagen nach Markteinführung setzte Apple nun aber die Rekordzahl von neun Millionen Geräten ab. Die Nachfrage übersteige das Angebot, teilte das Unternehmen mit.

Die Verkaufszahlen ließen bereits den Apple-Kurs an der Wall Street um fünf Prozent steigen. Davon profitieren nun auch die Zulieferer aus Asien. So gewinnen in Tokio die Aktien von Murata Manufacturing 1,4 Prozent. In Seoul erhöhen sich die Titel von LG Display um 1,7 Prozent, und in Taiwan klettern die Papiere von Hon Hai Precision Industry um 0,5 Prozent.

Analyst: "Rücksetzer wäre nicht ungesund"

Ansonsten dominieren negative Vorzeichen. "Die globalen Konjunkturaussichten sind zwar gut, doch es reicht noch nicht, um den Märkten einen weiteren Aufwärtsschub zu verleihen", sagt Stratege Chris Weston von IG und weiter: "Ein kleiner Rücksetzer wäre nicht ungesund".

Auch die Unsicherheit über den Start einer Reduzierung der monatlichen Anleihekäufe durch die US-Notenbank lässt keine Kaufstimmung aufkommen. Die jüngsten Aussagen von Fed-Mitgliedern ergeben hier kein einheitliches Bild. Während der Präsident der Federal Reserve von St. Louis, James Bullard, eine leichte Drosselung im Oktober für möglich hält, zeigten sich die Fed-Präsidenten von New York und Atlanta, William Dudley und Dennis Lockhart, enttäuscht über die bisherige Konjunkturerholung in den USA und verteidigten die Beibehaltung der Anleihekäufe im bisherigen Umfang.

Der Schanghai-Composite fällt am stärksten zurück, er büßt 1,0 Prozent ein und gibt damit die Gewinne vom Vortag nach dem besser als erwarteten vorläufige Einkaufsmanagerindex fast komplett wieder ab.

Japanische Exporttitel leiden unter starkem Yen

Auch in Tokio geht es nach dem verlängerten Wochenende nach unten. Am Montag hatte wegen eines Feiertages kein Handel stattgefunden. Der Nikkei-225 fällt um 0,6 Prozent auf 14.660 Punkte. Hier belastet wieder etwas festere Yen, der vor allem Exportwerte ins Minus drückt. Die Aktien von Toyota sinken um 0,6 Prozent und Canon verzeichnen einen Abschlag von 2,2 Prozent. Für Sony geht es um 2,3 Prozent nach unten. Hier belasten nach Aussage eines Händlers vor allem Gewinnmitnahmen, nachdem die Titel seit Ende August um acht Prozent zugelegt haben.

In Sydney drücken die Abgaben bei den Rohstoffwerten auf den Index. Für den S&P/ASX-200 geht es um 0,5 Prozent nach unten. Die Aktien von BHP Billiton fallen um 0,7 Prozent und die Titel von Rio Tinto geben um 0,9 Prozent nach.

Quelle: n-tv.de

Empfehlungen