Wirtschaft
Die Lage rund um den griechischen Haushalt bleibt Spitz auf Knopf.
Die Lage rund um den griechischen Haushalt bleibt Spitz auf Knopf.(Foto: picture alliance / dpa)

Hängepartie um Athen: Euro baut ab

EZB-Chef Draghi orakelt über die Konjunktur in der Eurozone und die Hilfstranche für Ahten ist immer noch nicht abgenickt. Da bleibt die Gemeinschaftswährung vorsorglich auf Tauchstation.

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Der Euro hält sich am Freitag vor dem Hintergrund hoher Ungewissheit um die Zukunft Griechenlands zurück. Nach 1,2770 US-Dollar am frühen Morgen notiert er Euro am Nachmittag bei 1,2713 Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Donnerstag auf 1,2736 (Mittwoch: 1,2746) Dollar festgesetzt.

Die Hängepartie um Griechenland geht weiter: So werden die Euro-Finanzminister auf ihrem Treffen am kommenden Montag aller Voraussicht nach nicht über die nächste Hilfszahlung für Athen entscheiden. Offenbar wird die Troika aus Experten von EU, EZB und Internationalem Währungsfonds (IWF) auch keinen endgültigen Bericht über die Reform- und Sparfortschritte Athens vorlegen. Die Verzögerung der Finanzhilfen sorgt für Verunsicherung, weil Athen Mitte November Schulden tilgen muss, wofür dem Land das Geld fehlt.

Da sich die Abwärtsrisiken für die europäische Gemeinschaftswährung zum US-Dollar verstärkt hätten, will Morgan Stanley seine Long-Positionen im Euro zum Dollar abbauen. 

Absacken nach EZB-Sitzung

Am Vortag in New York hatte der Euro mit 1,2717 ein Zweimonatstief markiert. Händler machten dafür Äußerungen von EZB-Chef Mario Draghi verantwortlich. Er hatte nach einer Sitzung des EZB-Rats gesagt, dass das Risiko bestehe, dass sich die Konjunktur in der Eurozone weiter abkühle. Den Leitzins für die 17 Euro-Länder beließ die EZB bei 0,75 Prozent.

Quelle: n-tv.de

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