Wirtschaft
Der Dollar steht nach den Äußerungen von Fed-Chef Bernanke unter Abgabedruck.
Der Dollar steht nach den Äußerungen von Fed-Chef Bernanke unter Abgabedruck.(Foto: picture alliance / dpa)

Nach den Straffungs-Fantasien: Euro bleibt oberhalb von 1,30

Die weiterhin rotierenden Notenpressen sorgen weltweit für Kauflaune bei den Händlern. Allerdings versetzt die Ankündigung von Fed-Chef Ben Bernanke dem Dollar einen Hieb. Im Gegenzug gewinnt der Euro an Stärke. Im Tagesverlauf bröckelt die Gemeinschaftswährung aber wieder.

Nach einem Sprung im ersten Überschwang bis auf 1,32 Dollar ist die Gemeinschaftswährung wieder auf dem Weg zurück. Am Nachmittag kostete sie 1,3028 Dollar. Der Greenback rutschte zu einem Korb aus sechs Währungen um ein Prozent ab. Die geldpolitischen Straffungs-Fantasien hatten den Dollar seit Mitte Juni um rund fünf Prozent auf den höchsten Stand seit drei Jahren steigen lassen.

Grund für die Erholung waren Äußerungen des US-Notenbankchefs Bernanke. Der hatte am Vorabend die Furcht vor einem Ende des Billiggelds gedämpft und so für einen Schwächeanfall beim Dollar gesorgt. Im Gegenzug war die europäische Gemeinschaftswährung innerhalb von 24 Stunden in der Spitze um vier Cent nach oben geschossen. In der Nacht stieg der Euro bis auf 1,3207 Dollar.

Die Europäische Zentralbank legte den Referenzkurs von 1,3044 US-Dollar für den  Euro errechnet - nach 1,2813 am Vortag. Damit kostete der Greenback 0,7666. Ein Euro entspricht außerdem 129,63 Yen, 0,86290  Pfund Sterling und 1,2414 Schweizer Franken.

Die Aussicht auf eine Fortsetzung der Fed-Anleihekäufe verhalf unterdessen den US-Treasuries zu Kursgewinnen. Der T-Bond-Future legte um mehr als einen vollen Punkt auf 134 Zähler zu. In seinem Fahrwasser zog auch der Bund-Future  an. Die Anleihen der schuldengeplagten südeuropäischen Länder entzogen sich allerdings dem Trend. So wurden portugiesische Bonds Händlern zufolge von vagen Spekulationen über ein mögliches zweites Rettungspaket belastet, so dass deren Rendite zeitweise wieder über sieben Prozent stieg. Auch spanische und italienische Anleihen wurden verkauft.

Quelle: n-tv.de

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