Wirtschaft
Unwesentliche Erkenntnis am Rande: Der Bundesadler erinnert an einen Röhnradfahrer.
Unwesentliche Erkenntnis am Rande: Der Bundesadler erinnert an einen Röhnradfahrer.(Foto: dpa)

Krim-Risiko im Devisenhandel: Euro gewinnt an Härte

Die politischen Perspektiven im Osten Europas beherrschen sind alles andere als eindeutig. Anders als erwartet legt der Euro nach dem umstrittenen Referendum auf der Krim deutlich zu.

Der Euro hat zu Wochenbeginn trotz der verfahrenen Situation in der Krim-Krise deutlich zugelegt. Am späten Nachmittag kostete die Gemeinschaftswährung 1,3930 US-Dollar. Das war ein halber Cent mehr als im Tagestief. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs gegen Mittag auf 1,3906 (Freitag: 1,3884) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7191 (0,7203) Euro.

Die Finanzmärkte reagierten zu Wochenbeginn gelassen auf den Ausgang des Referendums auf der ukrainischen Halbinsel Krim. Dort hatte sich ein Großteil der Bevölkerung für eine Loslösung von der Ukraine und einen Anschluss an Russland ausgesprochen.

Analysten der Commerzbank kommentierten, das Resultat sei alles andere als überraschend gewesen und von den Märkten bereits vorweggenommen worden. Entsprechend waren sichere Anlagen wie der japanische Yen und der Schweizer Franken deutlich weniger gefragt. Der russische Rubel konnte seinen Sinkflug der vergangenen Wochen zunächst stoppen.

Wirkung in beide Richtungen

Viele Beobachter warnten jedoch davor, den politischen Konflikt um die Zukunft der Krim auf die leichte Schulter zu nehmen. Die am Montag von der EU von den USA gegen Russland verhängten Sanktionen wie Einreiseverbote und Kontensperrungen wurden zwar als vergleichsweise moderat bewertet.

Sollte die Krise aber weiter eskalieren, könnten wesentlich schärfere Maßnahmen folgen. Ökonomen sind sich sicher, dass unter Handelsbeschränkungen nicht nur die Wirtschaft Russlands leiden würde, sondern auch viele europäische Volkswirtschaften.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,83675 (0,83665) britische Pfund, 141,45 (140,63) japanische Yen und 1,2154 (1,2124) Schweizer Franken fest.

Die Feinunze Gold wurde am Nachmittag in London mit 1378,50 (1385,00) Dollar gefixt. Ein Kilogramm Gold kostete 31.400,00 (31.180,00) Euro.

Quelle: n-tv.de

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