Wirtschaft
(Foto: REUTERS)

US-Daten helfen: Euro gewinnt an Kraft

Der Euro nähert sich der Marke von 1,40 Dollar. Händler führen das vor allem auf Nachrichten aus Übersee zurück.

Nach einem kurzen Aussetzer hat der Euro seinen Höhenflug wieder aufgenommen. Nach schwachen US-Wirtschaftsdaten eroberte die Gemeinschaftswährung am Nachmittag die Marke von 1,39 US-Dollar zurück und stieg bis auf ein Tageshoch von 1,3937 Dollar. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs gegen Mittag auf 1,3884 (Donnerstag: 1,3942) Dollar festgesetzt.

Enttäuschend ausgefallene Stimmungsdaten aus den USA gaben dem Euro Kursauftrieb. Das von der Uni-Michigan ermittelte Konsumklima hatte sich überraschend eingetrübt - eine weitere schwache Konjunkturzahl, die am Aufschwung zweifeln lässt. "Es bleibt aber abzuwarten, ob dies nur eine vorübergehende - auch wetterbedingte - Delle ist", sagte Helaba-Experte Ralf Umlauf mit Blick auf den ungewöhnlich kalten Winter in den USA.

Aussagen von EZB-Chef Mario Draghi hatten den Aufwärtstrend des Euro am Donnerstagabend vorübergehend gestoppt. Draghi hatte die Risiken des steigenden Eurokurses für die Preisstabilität betont und so Zweifel an der Annahme stabiler Leitzinsen ausgelöst. Neben der Geldpolitik beschäftigt den Devisenmarkt die Krim-Krise. Vor dem umstrittenen Referendum zum Anschluss der ukrainischen Halbinsel an Russland ist die Verunsicherung hoch.

Zu anderen wichtigen Währungen hatte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,83665 (0,83545) britische Pfund, 140,63 (143,30) japanische Yen und 1,2124 (1,2160) Schweizer Franken festgelegt. Die Feinunze Gold wurde am Nachmittag in London mit 1385,00 (1368,75) Dollar gefixt. Ein Kilogramm Gold kostete 31 180,00 (31 050,00) Euro. # dpa-Notizblock

Quelle: n-tv.de

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