Wirtschaft
Der Euro hält sich über der Marke von 1,35 US-Dollar.
Der Euro hält sich über der Marke von 1,35 US-Dollar.(Foto: dpa)

US-Daten enttäuschen: Euro hat Oberwasser

Nach der jüngsten Wasserstandsmeldung von der amerikanischen Wirtschaft erholt sich der Euro etwas. Unterstützung gibt es auch aus Europa. Die Irak-Krise trifft bis jetzt vor allem die Türkische Lira.

Der Euro ist am Donnerstag nach enttäuschenden Konjunkturdaten aus den USA leicht gestiegen. Am Nachmittag wurde der Euro mit 1,3540 US-Dollar gehandelt und damit etwas höher im Kurs als am Vorabend. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs gegen Mittag auf 1,3528 (Mittwoch: 1,3547) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7392 (0,7382) Euro.

Am Nachmittag hätten enttäuschende Wirtschaftsdaten aus den USA den Dollar belastet und dem Euro im Gegenzug etwas Auftrieb gegeben. Im Mai stiegen die US-Einzelhandelsumsätze mit 0,3 Prozent zum Vormonat nur halb so stark wie am Markt erwartet worden war. Allerdings rechnen Experten trotzdem weiter mit kräftigem Wirtschaftswachstum. "Unter dem Strich untermauern die Daten, dass es im zweiten Quartal zu einer deutlichen Beschleunigung kommen sollte", kommentierte Ökonom Thilo Heidrich von der Postbank. Im ersten Quartal war die US-Wirtschaft geschrumpft.

Außerdem habe eine überraschend starke Industrieproduktion in der Eurozone den Euro gestützt, sagten Händler. Im Währungsraum hatten die Unternehmen im April 0,8 Prozent mehr hergestellt als im Vormonat. Die Markterwartung lag bei einem Anstieg um 0,5 Prozent. Vor allem die krisengeschwächten Staaten aus dem Süden der Eurozone hatten einen guten Start in das zweite Quartal.

Irak-Krise trifft Türkische Lira

In den Fokus rückte auch wieder der Konflikt im Nahen Osten, Markts, nachdem die militanten Islamisten vom Norden aus Richtung Bagdad marschieren. Bis jetzt hat sich dies vor allem auf die Türkische Lira ausgewirkt, wie die Societe Generale (SocGen) hervorhebt. Der Dollar stieg von 2,077 Lira am Montag auf 2,125 Lira am frühen Donnerstag. Doch die Nervosität steige auch an den anderen Märkten, so die Analysten.

Die Experten gehen allerdings nicht davon aus, dass die Ereignisse im Irak die weltweite Rally in Gefahr bringen, die vor allem von der lockeren Geldpolitik der Zentralbanken in den Industrieländern getrieben wird. Mittlerweile hat sich die Lira wieder etwas zum Dollar erholt, der Dollar steht nun bei 2,101 Lira.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,80390 (0,80700) britische Pfund , 138,12 (138,19) japanische Yen und 1,2174 (1,2179) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde in London mit 1265,75 (1262,00) Dollar gefixt. Ein Kilogramm Gold kostete 29 510,00 (29 500,00) Euro.

Quelle: n-tv.de

Empfehlungen