Wirtschaft
(Foto: REUTERS)

Stresstest top, US-Konjunkur flop: Euro klettert hoch

Der Euro leitet die neue Woche mit Gewinnen ein. Grund sind besser als erwartet ausgefallene Ergebnisse beim Banken-Stresstest und schlechter als erwartete Daten von der US-Wirtschaft.

Der Eurokurs ist am Montag über die Marke von 1,27 US-Dollar gestiegen. Händler verwiesen auf den Abschluss des Banken-Stresstests der Europäischen Zentralbank sowie enttäuschende Konjunkturdaten aus den USA. Am Nachmittag kostete die Gemeinschaftswährung 1,2705 US-Dollar. Die EZB hatte den Referenzkurs am Montagmittag auf 1,2679 (Freitag: 1,2659) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7887 (0,7900) Euro.

Die Überprüfung der Bankbilanzen durch die EZB hatte ergeben, dass die meisten großen Institute in Europa für schwere Zeiten gewappnet sind. Die Ergebnisse waren am Sonntag veröffentlicht worden. Auch schwache Daten zum US-Häusermarkt trugen zur Euro-Stärke bei.

Gegen Mittag war die Gemeinschaftswährung nach unerwartet schwachen Konjunkturdaten aus Deutschland auf ein Tagestief bei 1,2666 Dollar gesunken. Nach dem sechsten Rückgang in Folge war das am Markt stark beachtete Ifo-Geschäftsklima im Oktober auf den tiefsten Stand seit fast zwei Jahren gefallen.

Auch politische Ereignisse sorgten am Montag für Turbulenzen auf den internationalen Devisenmärkten. So fiel der brasilianische Real auf ein Neunjahrestief gegenüber dem US-Dollar, nachdem Präsidentin Dilma Rousseff in der Stichwahl am Sonntag wiedergewählt wurde. Ihr Herausforderer war von den Märkten als reformfreudiger eingeschätzt worden.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,78710 (0,78870) britische Pfund, 136,76 (136,64) japanische Yen und 1,2060 (1,2060) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde in London mit 1228,75 (1232,75) Dollar gefixt. Ein Kilogramm Gold kostete 30 720,00 (30 810,00) Euro.

Quelle: n-tv.de

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