Wirtschaft
Wer wird sich heute behaupten können? Dollar oder Euro? Die US-Arbeitsmarktdaten entscheiden.
Wer wird sich heute behaupten können? Dollar oder Euro? Die US-Arbeitsmarktdaten entscheiden.(Foto: REUTERS)

Arbeitsmarktdaten schwächen Dollar: Euro klettert in Richtung 1,33

Die US-Jobdaten überraschen die Anleger. Die hinter den Erwartungen zurückgebliebene Zahl neugeschaffener Stellen setzen dem Greenback zu. Die Konjunkturdaten schieben Spekulationen über ein baldiges Ende der Fed-Anleihekäufe wieder etwas in den Hintergrund.

Der Euro hat mit einem Kurssprung auf enttäuschende Arbeitsmarktdaten aus den USA reagiert. Am Nachmittag erreichte die Gemeinschaftswährung ein Tageshoch bei 1,3294 US-Dollar. Gegen Mittag hatte die Europäische Zentralbank (EZB) den Referenzkurs auf 1,3203 Dollar festgesetzt. Der Greenback kostete damit 0,7574Euro.

In den USA stieg die Zahl der Beschäftigten im Juli schwächer als erwartet. Die Arbeitsmarktdaten nehmen nach Einschätzung der Commerzbank einiges an Druck von der US-Notenbank Fed. Notenbankchef Ben Bernanke hatte einen Ausstieg aus den milliardenschweren Anleihekäufen bereits im laufenden Jahr in Aussicht gestellt, wenn die Wirtschaft weiter gut laufe. Mit Blick auf den Arbeitsmarktbericht dürfte die Fed aber nicht so schnell mit der Drosselung des Anleihekaufprogramms beginnen, sagte der USA-Experte der Commerzbank, Bernd Weidensteiner. Die sehr lockere Geldpolitik macht den US-Dollar für Anleger weniger attraktiv.

Unmittelbar nach den Daten geriet der Dollar stark unter Druck und der Euro bekam Auftrieb. Trotz der enttäuschenden Beschäftigungsentwicklung sieht Experte Weidensteiner den amerikanischen Arbeitsmarkt insgesamt aber auf einem guten Weg. "Allerdings zeigen die Daten aber auch, dass die Bäume am Arbeitsmarkt nicht in den Himmel wachsen."

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,87135 britische Pfund, 131,78 japanische Yen und 1,2383 Schweizer Franken fest.

Quelle: n-tv.de

Empfehlungen