1,32 Dollar zum Greifen nah: Euro kräftig erholt
Stärker als erwartete Konjunktursignale aus Asien und Europa geben dem Euro zur Wochenmitte frische Kraft. Die Gemeinschaftswährung arbeitet sich wieder an die Marke von 1,32 Dollar heran.
Kräftig erholt zeigt sichder Euro am Mittwochmittag. Die Bestätigung der europäischen Einkaufsmanager-Indizesauf ihrem erhöhten Niveau sorgt für gute Stimmung. Zudem verlief eine Anleiheauktion Portugalssehr gut: Portugal konnte mit 1,5 Mrd. Euro das Maximalvolumen am Markt unterbringen.Die Nachfrage war hoch und lag beim 2,8-fachen des Angebots. Auch Deutschland konnteseine langlaufenden Anleihen bis 2022 gut unterbringen. Bei einer Rendite von nur1,82 Prozent war hier die Nachfrage 1,4-mal höher als das Angebot. Ein Wermutstropfen war die hoheInflationsrate im Euro-Raum von 2,7 Prozent.
Für erhöhte Risikoneigungsorgt nun auch die Interpretation des offiziellen Einkaufsmanager-Index aus China.Am Morgen hatte noch die Befürchtung dominiert, seine besseren Daten könnten einegeldpolitische Lockerung verhindern. Nach genauem Blick in einzelne Komponentensieht das der Markt nun nicht mehr so. "Das Szenario bleibt weiter bei einersanften Landung, also planmäßigen Abkühlung der vorher überhitzten Wirtschaft",so ein Händler.
Zudem blieb der konkurrierendeEinkaufsmanager-Index der Bank HSBC unter der Expansionsschwelle von 50 Punkten.Er fokussiere mehr auf kleine und mittlere Unternehmen in China und sei daher marktbreiterals der offizielle, heißt es. "Das Ergebnis der PMI-Umfrage bestätigt die geringeDynamik der Industrie im neuen Jahr", sagt Hongbin Qu, Chefvolkswirt bei HSBCfür China. Das rufe nach aggressiveren geldpolitischen Lockerungsmaßnahmen, um dasWachstum in Schwung zu bringen. Der HSBC-Einkaufsmanagerindex stieg im Januar imVergleich zum Dezember um 0,1 Punkte auf 48,8 Zähler. Damit liegt der Index im drittenMonat in Folge unter der Wachstumsschwelle von 50 Zählern.
Im Fokus stehen am Nachmittagmit dem ADP-Arbeitsmarktbericht für Januar, den Bauausgaben für Dezember und demISM-Index für das verarbeitende Gewerbe wichtige Daten aus den USA zur Veröffentlichungan. Die größte Beachtung dürfte der ISM-Index finden: Von Dow Jones befragte Analystenrechnen mit einem Anstieg auf 54,5 von zuvor 53,1. Beim ADP-Bericht wird ein Plusbei der Zahl der Beschäftigten von 170.000 erwartet.
Quelle: n-tv.de

