Wirtschaft
Kühler Blick auf den Bond-Handel: Im Handelsraum einer Lissaboner Bank hält eine Analystin die Entwicklung bei den portugiesischen Staatsanleihen im Auge.
Kühler Blick auf den Bond-Handel: Im Handelsraum einer Lissaboner Bank hält eine Analystin die Entwicklung bei den portugiesischen Staatsanleihen im Auge.(Foto: AP)

Schwache Daten aus den USA: Euro lugt über die 1,32

Der Immobilienmarkt zwischen San Diego und New York entwickelt sich schwächer als erwartet: Im Devisenhandel schlägt die Waage umgehend zugunsten der europäischen Gemeinschaftswährung aus. Der Effekt währt nur kurz, ist aber deutlich sichtbar.

Der Kurs des Euro ist am ersten Handelstag der Woche deutlich gestiegen. Schwache Konjunkturdaten aus den USA und Hoffnungsschimmer im krisengeplagten Euroraum verliehen der Gemeinschaftswährung kräftig Auftrieb, hieß es. Am Nachmittag kletterte der Eurokurs über die Marke von 1,32 US-Dollar und markierte ein Tageshoch von 1,3215 Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,3166 (Freitag: 1,3123) Dollar fest.

Schlechte Neuigkeiten vom US-Immobilienmarkt brachten die US-Währung am Nachmittag unter Druck. Die Hausverkäufe in der weltgrößten Volkswirtschaft gingen im Juni überraschend zurück.

"Die Zahlen liegen zwar unterhalb der Markterwartung, allerdings sollte der Rückgang nicht überinterpretiert werden", kommentierte Analyst Ulrich Wortberg von der Landesbank Hessen-Thüringen. Im Vormonat sei es zu einem kräftigen Anstieg auf das höchste Niveau seit dreieinhalb Jahren gekommen. "Die Erholung am Immobilienmarkt setzt sich - unter Schwankungen - fort."

In der Eurozone stehen die Zeichen zum Wochenauftakt nach den Kapriolen der vergangenen Wochen auf Entspannung: In Portugal, wo die Regierung nach Rücktritten wichtiger Minister bis zuletzt auf der Kippe stand, hat Präsident Anibal Cavaco Silva der Mehrheitskoalition am Sonntag sein Vertrauen ausgesprochen. Damit ignorierte das Staatsoberhaupt erneut die Forderung der Opposition nach Neuwahlen. In Italien hatte die Regierung bereits am Freitag ein Misstrauensvotum überstanden.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,85900 (0,85995) britische Pfund, 131,47 (131,67) japanische Yen und 1,2370 (1,2361) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde am Nachmittag in London mit 1327,00 (Freitag: 1295,75) US-Dollar gefixt. Ein Kilogramm Gold kostete damit 30.850,00 (31.550,00) Euro.

Quelle: n-tv.de

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