Wirtschaft
Einen Kopf kleiner: Euro unter 1,33 Dollar.
Einen Kopf kleiner: Euro unter 1,33 Dollar.(Foto: picture alliance / dpa)

Respekt vor der Fed-Sitzung: Euro macht den Eiertanz

Der Devisenhandel steht ganz im Zeichen der Fed-Entscheidung über die weitere Geldpolitik der USA. Anfang kommender Woche soll es so weit sein. Bis dahin fällt die Entscheidung für oder gegen Euro oder Dollar schwer.

Am Devisenmarkt kommt der Dollar mit den schwächeren US-Einzelhandelsumsätzen etwas unter Druck. Der Euro klettert in der Folge wieder über die Marke von 1,33 Dollar, kann das Niveau aber nicht halten.

Insgesamt verläuft der Handel im Vorfeld der Sitzung der US-Notenbank in der kommenden Woche in recht ruhigen Bahnen. Einmalig schwache Daten bei den Einzelhandelsumsätzen dürften die Fed nicht davon abhalten, mit einer Reduzierung der Anleihekäufe zu beginnen, so ein Analyst. Aktuell kostet der Euro 1,3309 Dollar.

Das entscheidende Gremium berät nächsten Dienstag und Mittwoch über die weitere Strategie in der Geldpolitik. Anleger warten mit Spannung darauf, ob und in welchem Umfang die US-Notenbank die Reduzierung der milliardenschweren Anleihenkäufe beschließen wird. Derzeit pumpt die Notenbank über den Kauf von Immobilienpapieren und Staatsanleihen jeden Monat 85 Milliarden Dollar in die Wirtschaft. 

Bericht über Bernanke-Nachfolge

Zum Yen legte der Dollar mit einem Bericht über den potenziellen Nachfolger von US-Notenbankchef Bernanke zu. Die japanische Zeitung Nikkei berichtet, US-Präsident Obama wolle den ehemaligen Finanzminister Lawrence Summers zum neuen Chairman der Federal Reserve ernennen. Wenn Summers zum neuen Fed-Chef ernannt werde, dürften die langfristigen US-Zinsen steigen, sagt Kengo Suzuki, Devisenstratege bei Mizuho Securities.

Das wiederum dürfte Dollar-Käufe nach sich ziehen. Wenn der Dollar über 100 Yen steige, läge der nächste Widerstand beim jüngsten Hoch von 100,62 Yen. Der Dollar notierte bei rund 99,65 Yen.

Quelle: n-tv.de

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