Wirtschaft
Bereits am Donnerstag war der Euro nach den Ankündigungen der EZB unter Druck geraten.
Bereits am Donnerstag war der Euro nach den Ankündigungen der EZB unter Druck geraten.(Foto: REUTERS)

1,24er-Marke überschritten: Euro richtet sich wieder auf

Die europäische Gemeinschaftswährung hat sich nach ihrem Absturz am Vortag wieder etwas erholt. Dabei deuten Arbeitsmarktdaten aus den USA in eine ganz andere Richtung - sie könnten die Zinserhöhung beschleunigen und den Dollar attraktiver machen.

Der Euro hat am Freitag trotz robuster Arbeitsmarktdaten aus den USA zugelegt. Am späten Nachmittag kostete die Gemeinschaftswährung 1,2430 US-Dollar, nachdem sie am Morgen noch unter der Marke von 1,24 Dollar gelegen hatte. Die Europäische Zentralbank (EZB) legte den Referenzkurs gegen Mittag auf 1,2393 (Donnerstag: 1,2517) Dollar fest.

Der monatliche Bericht vom amerikanischen Arbeitsmarkt lieferte zusätzliche Hinweise auf nahende Zinserhöhungen in den USA. Der Beschäftigungsaufbau blieb im Oktober robust, die Arbeitslosenquote fiel mit 5,8 Prozent auf einen sechsjährigen Tiefstand. Damit nähert sich die Quote der Schwelle von etwas mehr als fünf Prozent, bei der die Notenbank Fed von Vollbeschäftigung ausgeht. Immer mehr Bankvolkswirte rechnen deswegen damit, dass der noch schwache Lohndruck bald zunimmt und die Federal Reserve unter Zugzwang setzt, die Zinsen anzuheben.

Profitieren konnte der Euro von Konjunkturdaten aus Deutschland. Zahlen zur Industrieproduktion im September fielen zwar nicht ganz so gut aus wie erwartet. Nach einem starken Rückgang im August dämpften sie aber Sorgen um die größte Volkswirtschaft im Währungsraum. Zudem präsentierte sich der deutsche Außenhandel von seiner starken Seite. Dass die deutsche Wirtschaft im dritten Quartal erneut schrumpft und in eine Rezession fällt, hält Experte Andreas Rees von der Bank Unicredit angesichts der Zahlen für unwahrscheinlich.

Quelle: n-tv.de

Empfehlungen