Wirtschaft
Die Niederlande drohen zum nächsten Problemfall im Euroraum zu werden.
Die Niederlande drohen zum nächsten Problemfall im Euroraum zu werden.(Foto: picture alliance / dpa)

Sorgen um die Niederlande: Euro sackt unter 1,31

Der Euro verabschiedet sich von seinem Aufwärtstrend und fällt unter die Marke von 1,31 Dollar. Schuld ist das Eingeständnis der Niederlande, 2013 das EU-Defizit-Ziel vermutlich zu verfehlen.

Sorgen um die Niederlande hätten die Gemeinschaftswährung belastet, sagten Händler. Gegen Mittag kostete die Gemeinschaftswährung 1,3120 US-Dollar und damit etwas weniger als am Vortag. Zur Wochenmitte hatte der Euro einen Cent gutgemacht, nachdem der erste Schock über die politische Pattsituation in Italien verflogen war.

Die Niederlande drohen sich zum nächsten Problemfall im Euroraum zu entwickeln. Das Haushaltsdefizit wird auch 2014 wieder über drei Prozent liegen, wie aus jüngsten Prognosen des zentralen Wirtschaftsinstituts CPB hervorgeht. Gerüchten aus dem Handel zufolge steht das Land zudem unmittelbar vor einer Bonitätsabstufung durch eine der großen Ratingagenturen.

Die lange als solider Euro-Kernstaat geltenden Niederlande treiben mittlerweile vielen Volkswirten die Sorgenfalten auf die Stirn. Experten sehen bedrohliche Übertreibungen am Immobilienmarkt, zudem ist die private Verschuldung hoch. Nach Einschätzung der Ökonomen von der Allianz-Versicherung ist das Krisenquartett PIGS (Portugal, Italien, Griechenland, Spanien) inzwischen von FISH (Frankreich, Italien, Spanien, Holland) abgelöst worden.

Quelle: n-tv.de

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