Wirtschaft
Der Dollar spielt sich wieder etwas in den Vordergrund.
Der Dollar spielt sich wieder etwas in den Vordergrund.(Foto: picture alliance / dpa)

Was macht die EZB?: Euro schwächelt

Erst gewinnt der Euro an Wert, dann fällt er wieder zurück. Händler führen das auf Konjunkturdaten zurück.

Der Eurokurs ist am Donnerstag nach zwischenzeitlichen Gewinnen wieder unter Druck geraten. Die robuste Wirtschaftsentwicklung in den USA beflügelte laut Händlern den Dollar. Die europäische Gemeinschaftswährung fiel am Nachmittag auf 1,2614 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,2669 (Mittwoch: 1,2693) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7893 (0,7878) Euro.

Starke Konjunkturdaten aus den USA setzten den Euro am Nachmittag unter Druck. So war der Sammelindex der wirtschaftlichen Frühindikatoren im September stärker gestiegen als erwartet. In den USA zeichne sich auch in der zweiten Jahreshälfte eine robuste Konjunkturentwicklung ab, sagte Johannes Jander von der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba). Sorgen über ein geringes Wachstum erschienen deshalb «etwas übertrieben». Im Vormittagshandel hatte der Eurokurs nach einem gestiegenen Einkaufsmanagerindex für die Eurozone noch zeitweise zugelegt. So signalisiert der wichtige Frühindikator für die Industrie wieder eine leichte Belebung der Konjunktur.

 Ökonom Christian Schulz von der Berenberg Bank erwartet für den Euroraum eine vorübergehende Stagnation anstatt einer ernsthaften Rezession. Der Ausblick für die Eurozone sei «nicht schlecht». Er verweist auf die lockere Geldpolitik, den schwachen Euro, Reformfortschritte in Italien und einen erwarteten Aufschwung in Deutschland. Andere Volkswirte warnen angesichts der schwachen Auftragsentwicklung weiterhin vor einer drohenden Rezession. Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,79040 (0,79090) britische Pfund, 136,42 (135,79) japanische Yen und 1,2067 (1,2062) Schweizer Franken fest.

Quelle: n-tv.de

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