Wirtschaft
(Foto: picture alliance / dpa)

Finanzprofis sehen es positiv: Euro stürzt auf Elf-Jahres-Tief

Ein schwerer Schlag für den Eurokurs ist die EZB-Ankündigung zu einem Milliardenprogramm für Anleihenkäufe: Die europäische Gemeinschaftswährung rutscht kräftig ab bis weit unter die Marke von 1,15 Dollar. Nicht so schlimm, sagen hingegen Finanzexperten.

Nach der geldpolitischen Entscheidungen der Europäischen Zentralbank (EZB) über ein Anleihenkaufprogramm von insgesamt mehr als einer Billion Euro fiel der Euro auf ein neues Elf-Jahres-Tief bei 1,1441 Dollar. Händler werteten es als belastend für die Gemeinschaftswährung, dass sich EZB-Präsident Mario Draghi ein Hintertürchen offen gehalten habe als er sagte, das Kaufprogramm so lange am Leben zu erhalten, bis die Inflation in der Eurozone anziehe. "Das kann man auch als Ankündigung eines nicht terminierten Kaufprogramms interpretieren", sagte ein Händler. Der Euro könnte in den nächsten Monaten Richtung Parität fallen.

Nach Einschätzung der Deutsche Asset & Wealth Management stellt die Abwertung des Euro die positivste Wirkung von QE (Quantitative Easing)  auf die Konjunktur und die Aktienmärkte dar. "Diese kommt einem kleinen Konjunkturprogramm gleich. Darüberhinaus dürften sich die Auswirkungen in Grenzen halten", sagte Chief Investment Officer Johannes Müller. Der schwächere Euro dürfte die Unternehmensgewinne stützen. Insgesamt bleibe festzuhalten, dass Staatsanleihenkäufe weder ein Allheilmittel gegen die Wirtschaftsflaute seien, noch dass dadurch ein großer Schaden entstehen werde, so Müller skeptisch.

Quelle: n-tv.de

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