Wirtschaft
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Erneutes Zwei-Jahres-Tief: Euro stürzt unter die 1,23 Dollar

Ein überraschend positiver Arbeitsmarktbericht aus den USA hat Europas Gemeinschaftswährung kräftig zugesetzt. Nach gemächlichem und stabilem Auftakt stürzt der Euro am Nachmittag unter die Marke von 1,23 Dollar.

Der Kurs des Euro ist am Freitag nach überraschend positiven US-Arbeitsmarktdaten deutlich gefallen. Am Nachmittag rutschte die Gemeinschaftswährung bis auf 1,2271 Dollar. Das ist etwa ein Cent weniger als am Morgen und der tiefste Stand seit August 2012. Gegen Mittag hatte die Europäische Zentralbank (EZB) den Referenzkurs auf 1,2362 Dollar festgesetzt - 51 Cent mehr als am Donnerstag.

Der entscheidende Impuls für den Handel am Devisenmarkt kam am Nachmittag. Eine überraschend starke Dynamik auf dem Arbeitsmarkt in den USA habe dem Dollar Auftrieb verliehen und den Euro im Gegenzug belastet, hieß es aus dem Handel. "Die Erholung am US-Arbeitsmarkt setzt sich mit hoher Dynamik fort", kommentierte Experte Ulrich Wortberg von der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba).

Nach Einschätzung des Ökonomen Bernd Weidensteiner von der Commerzbank zeichnet sich im laufenden Jahr der stärkste Aufschwung am amerikanischen Arbeitsmarkt seit 1999 ab. In der größten Volkswirtschaft der Welt waren im November so viele neue Arbeitsplätze entstanden wie seit fast drei Jahren nicht mehr. Die starke Entwicklung am amerikanischen Arbeitsmarkt unterstreicht nach Einschätzung von Experten die robuste Konjunktur. Zudem verstärke sie die Erwartung, dass die US-Notenbank zum ersten Mal seit der schweren Finanz- und Wirtschaftskrise die Zinsen anhebt.

Quelle: n-tv.de

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