Wirtschaft
Die baldige Zinswende in den USA gibt dem Dollar Kraft.
Die baldige Zinswende in den USA gibt dem Dollar Kraft.(Foto: picture alliance / dpa)

Zinswende deutet sich an: Fed-Protokolle treiben Dollar

Noch zögert die US-Notenbank, die Zinsen anzuheben. Doch die Signale, dass die Zinswende bald kommt, werden immer deutlicher - das stärkt den Dollar. Obwohl gute Daten dem Euro helfen.

Während das am Vorabend veröffentlichte Fed-Protokoll an den Börsen bislang kaum größere Reaktionen hervorruft, sorgt es im Devisenhandel für einen steigenden Dollar. Gute Konjunkturdaten aus Deutschland stützen gleichzeitig den Euro.

Die deutsche Industrie hat im August zwar an Fahrt verloren - der Rückgang fiel jedoch weniger stark aus als erwartet. Der Einkaufsmanager-Index für die Industrie fiel um 0,4 auf 52,0 Punkte  - Ökonomen hatten lediglich mit 51,8 Zählern gerechnet.

Der Euro stieg in Reaktion auf die Daten auf ein Tageshoch von 1,3277 Dollar. Am frühen Morgen hatten Spekulationen auf eine baldige Zinserhöhung in den USA die Gemeinschaftswährung noch auf ein Elfeinhalb-Monats-Tief von 1,3241 Dollar gedrückt.

Für einen US-Dollar wurden rund 103,80 Yen gezahlt - ein Viermonatshoch. Am Mittwochmorgen kostete er noch etwa 103,10 Yen. Laut dem Fed-Protkoll nimmt die Diskussion innerhalb des Offenmarktausschusses über einen möglicherweise früheren Zeitpunkt für die erste Zinserhöhung seit langem Fahrt auf.

An den Finanzmärkten wird daher nun davon ausgegangen, dass die erste Zinsanhebung in den USA eher früher als später kommen wird - möglicherweise bereits im Frühjahr und nicht erst Mitte 2015. Das stützt den Dollar.

Auch in Großbritannien bewegt die Uneinigkeit der Notenbanker das britische Pfund. Nach enttäuschenden Einzelhandelsdaten hat das Pfund Sterling am Donnerstag leicht nachgegeben. Die britische Währung rutschte auf 1,6582 Dollar von 1,6595 Dollar am Vorabend. Der Euro machte Boden gut und notierte mit 80,015 Pence über dem Vortagesschluss von 79,90 Pence.

Die britischen Einzelhandelsumsätze waren im Juli gegenüber dem Vormonat weniger stark als von Analysten erwartet gestiegen. Dies dämpfte die Spekulationen auf eine bald anstehende Zinswende etwas. Am Vortag hatte das Pfund zugelegt, nachdem aus den Sitzungsprotokollen der Bank of England (BoE) hervorgegangen war, dass es unter den Notenbankern eine Kontroverse über den geeigneten Zeitpunkt für höhere Zinsen gibt.

Quelle: n-tv.de

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