Wirtschaft
Ist das der Beginn größerer Umschichtungen? Im Devisenhandel blicken Experten einer ungewissen Zukunft entgegen.
Ist das der Beginn größerer Umschichtungen? Im Devisenhandel blicken Experten einer ungewissen Zukunft entgegen.(Foto: REUTERS)

Euro knapp unter 1,34 Dollar: Franken vermittelt Sicherheit

An den Devisenmärkten ist der Handel von geostrategischen Erwägungen geprägt. Kaum abzusehen sind bislang die Konsequenzen, die sich aus einer Eskalation im Osten der Ukraine ergeben könnten. Die "Fluchtwährung" Schweizer Franken profitiert.

Der Euro zeigt sich im Handel wenig verändert. Der Kurs der europäischen Gemeinschaftswährung notiert am späten Nachmittag leicht im Minus bei 1,3359 Dollar. Vor dem Wochenende lag der Euro im späten New Yorker Handel noch bei 1,3398 Dollar.

Die Standard Bank mit Hauptsitz in Johannesburg sieht den Euro mittelfristig auf 1,25 US-Dollar zurückfallen. Allerdings dürfte es bei dem aktuellen Tempo der Euro-Abwertung sechs Monate dauern, bis dieses Ziel erreicht sei, sagen die Analysten. Hauptursache der Abwertung sei, dass sich die starke Zahlungsbilanz abschwäche, die den Euro bislang vor den Folgen des schwächeren Wirtschaftswachstums bewahrt habe. Die Standard Bank verweist überdies auf die wachsende Zinsdifferenz zwischen der Eurozone, wo die Renditen sinken, und den USA.

Der Schweizer Franken hat zum Euro den höchsten Stand seit Januar 2013 erreicht - der Euro sank auf 1,2087 Franken. Nach Ansicht der Commerzbank (CoBa) sorgt die Ukraine-Krise dafür, dass Anleger die vermutete Sicherheit der schweizerischen Währung suchen. Analystin Esther Reichelt glaubt, dass der Devisenmarkt Risiken scheue, solange der Ukraine-Konflikt nicht gelöst sei und sogar eine Eskalation drohe. Zum Dollar notierte der Franken mit 0,9061. In Tokio wurde der Dollar mit 102,55 Yen gehandelt nach 102,33 Yen in den USA.

Im europäisch geprägten Handel von Ende vergangener Woche war der Kurs des Euro noch deutlich gestiegen. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Freitagnachmittag auf 1,3388 (Donnerstag: 1,3373) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7469 (0,7478) Euro.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,80215 (0,80160) britische Pfund, 137,33 (136,99) japanische Yen und 1,2114 (1,2124) Schweizer Franken fest.

Quelle: n-tv.de

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