Wirtschaft
An der Tokioter Börse kehrt nach der Rally der letzten Wochen wieder etwas Ruhe ein.
An der Tokioter Börse kehrt nach der Rally der letzten Wochen wieder etwas Ruhe ein.(Foto: picture-alliance/ dpa)

Banken belasten in Shanghai: Gewinnmitnahmen beim Nikkei

Am Mittwoch war der Nikkei auf den höchsten Stand seit mehr als vier Jahren geklettert. Da überraschen Gewinnmitnahmen der Anleger nicht. Vor allem wenn auch noch die EZB-Ratssitzung ansteht. Unerwartet kommt dann schon eher die schlechte Quartalsbilanz von Nikon. In China, wo die Neujahrsfeierlichkeiten bevorstehen, sorgen Finanzwerte für Trubel.

Der Tokioter Aktienmarkt hat am Donnerstag nach den kräftigen Gewinnen vom Vortag eine Verschnaufpause eingelegt. Händler sagten, vor der Zinssitzung der Europäischen Zentralbank (EZB) hielten sich viele Anleger zurück und würden Gewinne mitnehmen.

Der Nikkei-Index für 225 führende Werte ging mit einem Abschlag von 0,9 Prozent beim Stand von 11 357 Punkten aus dem Handel. Der breiter gefasste Topix schloss dagegen nahezu unverändert beim Stand von 969 Zählern. Am Mittwoch war der Nikkei auf den höchsten Stand seit mehr als vier Jahren geklettert. Grund war der vorzeitige Abgang des japanischen Notenbankchefs. Anleger gehen davon aus, dass nun der Weg für eine weitere Lockerung der Geldpolitik frei ist.

Am stärksten gerieten die Aktien von Nikon unter Druck. Nachdem der Konzern mit seinen Zahlen für das 3. Quartal enttäuscht hat und zudem seine Prognose gesenkt hat, brach der Kurs um 18,7 Prozent ein. Gefragt waren dagegen die Papiere von Mazda. Das Unternehmen schnitt im vergangen Quartal besser ab als erwartet und hob die Prognose an: die Papiere sprangen um 12,4 Prozent nach oben.

China feiert Neujahr

Kurz vor den einwöchigen chinesischen Neujahrsfeierlichkeiten warten Händler mit Spannung auf Daten zur Entwicklung des Konsumklimas und zur Inflation am Freitag. "Nachdem die Märkte in den vergangenen Wochen recht kräftig gestiegen sind, machen sie nun eine Pause", sagte Matthew Sherwood von Perpetual Investments. Finanzwerte drückten den Shanghai-Composite um 1,1 Prozent ins Minus.

Investoren befürchteten schlechte Quartalszahlen und betrachteten die Branche als überbewertet. Die Aktien von China Merchants Bank gaben um 4 Prozent nach, Bank of China verloren 2,2 Prozent und die Titel der Bank of Communication sanken um 3,1 Prozent.

Etwas besser lief es in Hongkong. Hier gab der Markt lediglich um 0,4 Prozent nach. Im Fokus standen Papiere, die vom Umbau im Leitindex  HSI betroffen sind. Die Aktien von Lenovo zogen nach der geplanten Aufnahme in den Index Anfang März um 3,6 Prozent an. Die Titel von Aluminum Corp. of China verloren dagegen 4,1 Prozent. Sie werden künftig nicht mehr im HSI gelistet sein.

Anders als an den anderen asiatischen Börsen ging es in Sydney leicht bergauf. Nachdem die Arbeitslosenrate im Januar im Rahmen der Erwartung legte der S&P/ASX 200 leicht um 0,3 Prozent zu. Zu den Gewinnern gehörten die Aktien von Telstra. Gestiegene Halbjahresgewinne schickten die Papiere mit 1,3 Prozent ins Plus. Die Titel der National Australia Bank können von den besser als erwarteten Quartalszahlen profitierten und legten um 1,9 Prozent zu.    

Quelle: n-tv.de

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