Wirtschaft
Gold wird wieder mal zum sicheren Hafen
Gold wird wieder mal zum sicheren Hafen(Foto: picture alliance / dpa)

Ukraine-Krise als Preistreiber: Gold, Öl und Weizen springen an

In der Ukraine-Krise drohen weitere Sanktionen. Das sorgt für Verunsicherung an den Rohstoffmärkten. Gold und Öl ziehen an. Aber auch der Weizenpreis rückt ins Blickfeld.

Die Zuspitzung der Lage in der Ukraine lässt sich zum Start in die neue Handelswoche an den Rohstoffmärkten vor allem am Goldpreis ablesen. Die Feinunze kostet zum Wochenstart mit 1304,50 Dollar rund drei Dollar mehr als am Freitag.

Die Ölpreise steigen ebenfalls. Händler nennen auch hier die Aussicht auf zusätzliche Sanktionen gegen Russland als Grund. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Juni kostete 110,20 Dollar je Barrel und lag damit in Reichweite eines Sieben-Wochen-Hochs. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte WTI stieg um bis zu 0,9 Prozent auf 101,52 Dollar.

"Die Unsicherheit über die weitere Entwicklung in der Ostukraine und die Möglichkeit von Lieferausfällen dürften den Brent-Ölpreis weiter unterstützen", erklärten die Analysten der Commerzbank. Zu steigenden Preisen trage auch bei, dass die Ölproduktion im krisengebeutelten Libyen nur auf einem niedrigen Niveau laufe.

Weizenexporteur Ukraine

Die USA und die EU stehen kurz davor, neue Strafmaßnahmen gegen Russland zu verhängen. Sie halten dem Land vor, nicht genug zur Deeskalation der Lage in der östlichen Ukraine zu unternehmen. Weil Russland einer der größten Ölproduzenten der Welt ist, erhöht die angespanntere Lage die Risikoaufschläge am Rohölmarkt.

Unterdessen richten einige Marktakteure ihre Blicke auf den Weizenpreis. Da Russland und die Ukraine zu den größten Weizenexporteuren der Welt gehörten, hätten Lieferunterbrechungen aus dieser Region das Potenzial, den Preis nach oben zu treiben. Hinzu komme, dass die USA wegen der dortigen anhaltenden Trockenheit nur in begrenztem Umfang als Ersatzlieferant in Frage kämen, heißt es.

Quelle: n-tv.de

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