Wirtschaft
Werden die USA bald Öl exportieren?
Werden die USA bald Öl exportieren?(Foto: REUTERS)

Sicherheitsbedürftige Investoren: Gold kommt wieder über 1300 Dollar

Die Krise in der Ukraine sorgt dafür, dass die Ölpreise auf vergleichsweise hohem Niveau verharren. Auch der Konflikt in Syrien beunruhigt Investoren. Vor diesem Hintergrund steigt auch der Goldpreis.

Die weiter ungelösten Krisen und Ukraine und in Syrien treiben Anleger wieder in den sicheren Hafen Gold. Der Preis für die feinunze klettert wieder über die Marke von 1300 Dollar. Am vergangenen Freitag ist die Feinunze im Tagestief für weniger als 1.290 Dollar zu haben gewesen.

Derweil haben mehrere europäischen Notenbanken ihr Goldabkommen verlängert. Im nun vierten Abkommens wollen die Schweizerische Nationalbank (SNB), die Europäsche Zentralbank (EZB), die nationalen Notenbanken der Euro-Zone und die schwedische Reichsbank ihre Goldtransaktionen koordinieren, um Marktturbulenzen zu vermeiden, teilte die SNB mit. Goldverkäufe in namhaftem Umfang durch die Beteiligten seien derzeit nicht geplant.

Ölpreis zieht leicht an

Chart

Am Ölmarkt ist der Preis der europäischen Referenzsorte Brent auf 109,99 US-Dollar leicht angezogen. Am Freitag hatte er in den USA bei einem Stand von 109,75 Dollar geschlossen. Händler machten die geopolitischen Spannungen für den Preisauftrieb verantwortlich und wiesen auf die Ukraine und die Eskalation der Gewalt in Syrien hin.

Darüber hinaus warteten Anleger auf das Treffen des Ölkartells Opec, das zwar erst am 11. Juni stattfindet, aber angesichts der Spannungen bereits die Aufmerksamkeit auf sich ziehe. Gebremst wird der Preisanstieg Händlern zufolge von der Aussicht auf nordamerikanische Ölexporte. Die USA haben begonnen, kanadisches Öl über ihre Infrastruktur nach Europa zu exportieren. Bald könnte diesem Weg bald US-Öl folgen. Denn in den USA wird heftig debattiert, angesichts der steigenden Ölförderung in den USA eigenes Öl zu exportieren.

China-Sorgen lasten auf Erz-Preis

Am Rohstoffmarkt sorgt zudem die Furcht vor einer Abkühlung der chinesischen Konjunktur für Druck: Der Preis für Eisenerz fällt auf ein Rekordtief. An der Börse Dalian verbilligte sich eine Tonne um 2,6 Prozent auf 703 Yuan (112,63 Dollar).

Der Terminkontrakt in Singapur fiel um auf 97,84 Dollar. Das ist der niedrigste Wert seit seiner Einführung im April 2013. Durch den Rutsch unter die psychologisch wichtige Marke von 100 Dollar müsse mit Anschluss-Verkäufen gerechnet werden, sagte ein Börsianer. An der Börse Singapur kostete ein Tonne Eisenerz zur Lieferung nach China mit 100,70 Dollar so wenig wie zuletzt im September 2009.

Im Sog des Preisverfalls beim Erz verbilligte sich auch Stahl. Der in Shanghai gehandelte Future gab bis zu 0,8 Prozent nach und notierte mit 3072 Yuan (492 Euro) neun Yuan über seinem Rekordtief vom Freitag.

Palmlöl und Sojaöl auf Talfahrt

Chart

Unterdessen haben Spekulationen auf eine geringere Nachfrage einmal mehr den Preis für Palmöl gedrückt. Außerdem litt das als Lebensmittel und Bio-Kraftstoff verwendete Pflanzenfett unter den fallenden Kursen für das konkurrierende Sojaöl, sagten Börsianer.

Der in Kuala Lumpur gehandelte Palmöl-Future sank um 1,7 Prozent und war mit 2536 Ringgit (789 Euro) je Tonne so billig wie zuletzt im Februar.

Die malaysischen Palmöl-Exporte lagen Branchendiensten zufolge in der ersten Mai-Hälfte zwar 23 bis 28 Prozent über dem Vorjahreszeitraum. Börsianer bezweifelten allerdings, dass die Nachfrage längerfristig hoch bleiben werde. Üblicherweise steigt der Pflanzenöl-Bedarf vor Beginn des islamischen Fastenmonats Ramadan, der Ende Juni beginnt.

Der US-Kontrakt auf Sojaöl gab am Montag 0,4 Prozent auf 40,60 US-Cent je Pfund nach. Sein chinesisches Pendant notierte mit 6786 Yuan (1088 Dollar) je Tonne 0,8 Prozent im Minus.

Quelle: n-tv.de

Empfehlungen