Wirtschaft
Japans Skispringer freuen sich über eine Olympia-Medaille im Teamspringen, die Börsianer und Anleger über steigende Kurse.
Japans Skispringer freuen sich über eine Olympia-Medaille im Teamspringen, die Börsianer und Anleger über steigende Kurse.(Foto: picture alliance / dpa)

Gut gelaunt ins Wochenende: Ho ho, Nikkei, Kospi und Co.

Kleine Ausschläge kennen die Fernost-Börsen derzeit offenbar nicht mehr. Erst geht's mehrere Prozent rauf, dann wieder runter. Zum Wochenschluss deutet sich wieder ein klares Plus an - aber nicht überall.

Die Aktienmarktschwäche des Vortages scheint vergessen. An den ostasiatischen Börsen überwiegen am Freitag die positiven Vorzeichen. Die Handelswoche könnte insbesodnere für den Tokioter Aktienmarkt doch noch ein versöhnliches Ende nehmen.

Der Nikkei-Index der 225 führenden Werte stieg um 416 Punkte oder 2,9 Prozent auf den Schlussstand von 14.866 Punkten. Am Vortag hatte der Index noch über 2 Prozent verloren. Der breiter gefasste Topix legte 2,3 Prozent auf 1222 Zähler zu. Auf Wochensicht gewannen der Nikkei 3,9 Prozent und der Topix 3,3 Prozent.

Der Yen und die Vorgaben

Gute Vorgaben von der Wall Street, die Indizes verpassten dort neue Höchststände nur knapp, ebnen den Weg für die positive Stimmung in Asien - angesichts uneinheitlich ausgefallener Konjunkturdaten in den USA für einige Marktteilnehmer durchaus überraschend. "Offensichtlich ist der Markt - zumindest kurzfristig - nicht allzu sehr besorgt über die zuletzt enttäuschend ausgefallenen US-Daten, die dem schlechten Wetter zugeschrieben werden. Allerdings fragen sich immer mehr Marktteilnehmer, ob es wirklich nur das Wetter ist", mahnte ein Händler.

Unterstützung erhielt der japanische Aktienmarkt wie so oft vom Devisenmarkt, wo der Yen zum US-Dollar an Boden einbüßt. Ein weiteres Signal für die wieder gestiegen Risikobereitschaft am Finanzmarkt.

Die Aktienkurse von Exportunternehmen legten zu: Honda gewannen 0,7 Prozent, Canon-Papiere verbesserten sich um rund 1 Prozent. Panasonic-Anteilsscheine zogen sogar 3 Prozent an.

Gewinnmitnahmen bei Sinopec

Wie schon am Donnerstag fiel China etwas aus dem Rahmen, denn im Gegensatz zu den Aufschlägen von 0,5 bis 1,2 Prozent an den Börsen in Hongkong, Sydney und Seoul, verlor der Schanghai-Composite 1,1 Prozent. Händler sprachen von Gewinnmitnahmen bei jenen Aktien, die am Vortag besonders gut und gegen den allgemeinen Markttrend gelaufen seien.

So büßten Sinopec und Sinopec Shanghai Petrochemcial 1,7 und 6 Prozent ein, nachdem beide Werte am Vortag noch um 10 Prozent emporgeschnellt waren. Sinopec hatte mitgeteilt, die heimischen Ölaktivitäten für ausländische Anleger öffnen zu wollen. Aber auch der schwache HSBC-Einkaufsmanagerindex wirke noch nach, heißt es in Schanghai.

Unter den Einzelwerten legten die in Seoul schwer gewichteten Samsung um über 3 Prozent zu. In Sydney ging es für National Australia Bank um 2 abwärts. Anleger bemängeln im Geschäftsausweis der Bank das schwache Wachstum der Einnahmen. Die Titel des Versicherers Australia Group gewannen dagegen nach einem Gewinnsprung von 39 Prozent 1,8 Prozent. In Hongkong zogen AIA Group um 1,1 Prozent an, der Versicherungskonzern konnte seine Ertragskraft steigern.

Quelle: n-tv.de

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