Wirtschaft
Die Börse in Tokio geht mit leichten Gewinnen ins Wochenende.
Die Börse in Tokio geht mit leichten Gewinnen ins Wochenende.(Foto: AP)

Gewinne in Fernost: Japans Börsen schließen im Plus

An den asiatischen Börsen dominieren die grünen Vorzeichen. Vor den US-Arbeitsmarkdaten ist der Handel jedoch ruhig. In Japan stützt der etwas schwächere Yen.

Die Kurse an den Börsen in Japan haben sich am Freitag kaum bewegt. Anleger hielten sich vor den mit Spannung erwarteten März-Daten vom US-Arbeitsmarkt zurück. Sie erhoffen sich vor allem Hinweise, ob die Erholung der weltgrößten Volkswirtschaft im Januar und Februar nur wegen des besonders kalten Winters oder auch wegen anderer Gründe etwas aus dem Tritt gekommen ist.

An der Börse in Tokio verlor der Nikkei-Index knapp 0,1 Prozent auf 15.063 Punkte. Der breiter gefasste Topix gab ebenfalls 0,1 Prozent auf 1215 Zähler nach. Der schwächere Yen, der den Exporteuren zugutekommt, verhinderte dabei größere Kursverluste. So legte die Aktie des Autobauers Nissan 0,9 Prozent zu. Die Papiere des Eletronik-Riesen Toshiba gewannen 0,7 Prozent.

Börsianer sprachen von spekulativen Käufe in Sektoren, die von einem weiter schwachen Yen profitieren würden. "Es scheint so, als wollten einige Händler sich gegen überraschend starke US-Daten absichern, die den Dollar kräftig treiben könnten", sagte ein Marktteilnehmer. Zu diesen Werten gehörten auch Sumitomo Realty & Development mit plus 2,9 Prozent oder Mitsui Fudosan mit plus 2,3 Prozent.

In Tokio stützte die Aussicht auf eine weitere Lockerung der Geldpolitik in Japan die Kurse. Es wird darüber spekuliert, dass die Notenbank bei ihrem nächsten Zinsentscheid kommende Woche den Geldhahn noch weiter aufdreht. Der MSCI-Index für die Aktien außerhalb Japans trat auf der Stelle.

Rund um den Globus dürften Anleger die US-Arbeitsmarktdaten sehr genau unter die Lupe nehmen. Experten gehen davon aus, dass die US-Wirtschaft im März 200.000 neue Jobs geschaffen hat, die Zahl könnte aber auch höher ausfallen. Überrascht der Arbeitsmarkt allzu positiv, könnte dies aber auch die Aktienmärkte unter Druck setzen - weil dies Spekulationen schüren dürfte, dass die US-Notenbank schneller und stärker als bisher angenommen ihre geldpolitischen Zügel anzieht. Wurden dagegen deutlich weniger neue Jobs geschaffen, könnte die Geldpolitik länger locker bleiben, was die Aktienmärkte beflügeln aber auch Sorgen vor einem Konjunkturabschwung schüren könnte.

Während die meisten asiatischen Börsen vor diesem Hintergrund keine großen Sprünge machten, ging es in Shanghai immerhin 0,7 Prozent aufwärts. Dort stützte die Hoffnung, dass das Stimulierungs-Paket der Regierung die Wirtschaft wieder in Gang bringt. Vor allem die schwer gewichteten Banken und Immobilienwerte wurden gekauft. China Construction Bank gewannen ein Prozent und Bank of China 0,8 Prozent. Hua Yuan Property schossen um 6,4 Prozent nach oben, China Real Estate um 3,2 Prozent.

Die Hersteller von Saphirglas stiegen kräftig, weil das Gerücht umging, Apple könnte die Glasdisplays des iPhone durch härteres Saphirglas ersetzen. Tongfeng Guoxin Electronics verteuerten sich daraufhin um drei Prozent und Roshow Technology sogar um zehn Prozent.

Die Aktien in Hongkong notierten dagegen etwas leichter, nachdem der Markt fünf Tage in Folge gestiegen war. Die Aktie von Tencent, einem Internetspiele-Betreiber, rauschte 4,1 Prozent nach unten. Händler verwiesen auf die Wall Street, wo es zu einem Ausverkauf im Technologiesektor gekommen war.

Der australische Markt bewegte sich vor den US-Daten kaum vom Fleck. Etwas Fantasie kam aber bei Bauwerten auf, nachdem Boral und CSR vereinbart hatten, ihr ostaustralisches Ziegelgeschäft in ein Joint Venture zu überführen. Die Aktien gewannen 0,8 Prozent bzw. 0,4 Prozent. Aktien von Eisenerz-Minen waren ebenfalls gefragt. Die Eisenerz-Exporte aus dem westaustralischen Port Headland sind im März um 24 Prozent gestiegen.

Quelle: n-tv.de

Empfehlungen