Wirtschaft

Die Angst ist zurück: Konjunktur erschreckt Euro

Die Finanzmärkte scheinen den Jubelmeldungen von der Konjunkturfront nicht recht zu trauen. Die Marktteilnehmer bleiben nervös und reagieren auf schlechte Nachrichten blitzschnell. Der Euro ist der einer der Leidtragenden.

Der Euro zeigt sich schreckhaft: Konjunkturängste treiben ihn um.
Der Euro zeigt sich schreckhaft: Konjunkturängste treiben ihn um.(Foto: REUTERS)

Der Euro zeigt sich am Donnerstagmorgen weiter von den vorangegangenen Wechselkursverlusten zum Dollar beeindruckt. Zu Beginn des europäisch geprägten Devisengeschäfts notiert die Gemeinschaftswährung weiter unter 1,29 US-Dollar und damit auf dem Niveau aus dem späten New Yorker Handel des Vortags. Von dem im asiatischen Geschäft markierten Tagestief von 1,2829 US-Dollar zeigt sich der Euro aber etwas erholt.

Grund für die anhaltende Schwäche der Gemeinschaftswährung, die vor wenigen Tagen noch um 1,33 US-Dollar gehandelt wurde, ist die nach der geldpolitischen Entscheidung der US-Notenbank neu belebte Angst vor einem so genannten "Double Dip" der US-Volkswirtschaft. "Das hat die Risikoaversion dramatisch erhöht und zu einer förmlichen Flucht aus dem Euro geführt", sagt ein Devisenhändler.

Die Konjunkturdaten auf der donnerstäglichen Agenda stammen zumeist aus der zweiten Reihe. Das meiste Potenzial, sich auf die Wechselkurse auszuwirken, hat die für den Nachmittag angekündigte Entwicklung der Erstanträge auf Leistungen aus der US-Arbeitslosenversicherung. Volkswirte erwarten im Mittel ihrer Prognosen einen Rückgang um 14.000 binnen Wochenfrist.

Aus charttechnischer Perspektive ist angesichts der Dynamik, mit der die Gemeinschaftswährung zum Greenback abgewertet hat, das 38,2%-Retracement der jüngsten Aufwärtsbewegung bei 1,2777 US-Dollar in Reichweite gerückt. Eine Haltezone auf dem Weg dorthin findet sich laut Landesbank Hessen-Thüringen noch um 1,2830 US-Dollar. Widerstand liegt auf dem Niveau von 1,2950 US-Dollar.

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Quelle: n-tv.de

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