Wirtschaft
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Rally gestoppt: Konjunkturoptimismus trübt Gold

Es mehren sich die Zeichen für einen günstigen Konjunkturverlauf. Dies nimmt Gold den Glanz. Zudem halten sich Händler vor der Veröffentlichung der US-Notenbank-Protokolle zurück.

Angesichts der zuletzt positiven Signale für die Wirtschaft Europas und Amerikas machen Anleger einen Bogen um Gold. Das gern in unsicheren Zeiten gefragte Edelmetall verbilligt sich um bis zu 0,8 Prozent auf 1222 Dollar je Feinunze.

Ebenfalls belastend wirkt sich laut Händlern die Unsicherheit über das weitere Vorgehen der US-Notenbank Fed aus. Anleger fragen sich, ob die Fed bei einer weiteren Verbesserung des Arbeitsmarktes ihre milliardenschweren Anleihenkäufe deutlich schneller als erwartet zurückfahren wird. Bislang wollen die Banker ihr Anleiheankaufprogramm zunächst um zehn Milliarden Dollar auf 75 Milliarden Dollar reduzieren.

Hinzu komme der gestiegene Dollar, der das Gold für Anleger aus dem Nicht-Dollarraum teurer mache, hieß es.

Der Preis für Nordseeöl der Sorte Brent kommt derweil kaum vom Fleck. Ein Barrel kostet mit 107,17 Dollar etwa so viel wie am Vorabend. Unterstützt wird der Preis vor allem von der Sorge, dass die Ölausfuhr in Libyen angesichts andauernder Spannungen der Regierung in Tripoli mit oppositionellen Gruppen weiter nur schleppend laufen wird. Belastend wirken sich dagegen die wöchentlichen Lagerdaten aus den USA aus. Sie drücken den Preis für US-Leichtöl der Sorte WTI um 0,7 Prozent ins Minus auf 92,94 Dollar. Damit hat sich die Kaltfront in den USA bislang noch nicht auf die Preisgestaltung beim Öl niedergeschlagen.

In der vergangenen Woche waren dem Energieministerium zufolge in den USA die Rohölbestände zwar deutlicher als erwartet gefallen. Doch zugleich waren die Benzin- und die Destillate-Vorräte - zu letzterem zählt Heizöl - höher als gedacht.

Quelle: n-tv.de

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