Wirtschaft
Zwei Männer mit hoher Stirn: Auf der 100-Dollar-Note prangt dasm Konterfei von Benjamin Franklin, der 20-Lira-Schein (vorn) trägt das Antlitz von Mustafa Kemal Atatürk.
Zwei Männer mit hoher Stirn: Auf der 100-Dollar-Note prangt dasm Konterfei von Benjamin Franklin, der 20-Lira-Schein (vorn) trägt das Antlitz von Mustafa Kemal Atatürk.(Foto: REUTERS)

Wahlsieg stärkt Lira: Euro fällt unter 1,34

An den Devisenmärkten beginnt die neue Woche mit Signalen aus unterschiedlichen Richtungen. In China zieht die Inflation leicht an und stößt damit die Tür auf für weitere Lockerungsmaßnahmen. In der Türkei setzt sich Erdogan durch.

Der Euro hat zu Wochenbeginn in einem ruhigen Umfeld leicht nachgegeben und ist dabei allerdings unter die Marke bei 1,34 US-Dollar gefallen. Am Nachmittag kostet die Gemeinschaftswährung 1,3387 Dollar.

Die Handelsspanne war zu Beginn der Woche vergleichsweise eng. Gegen Mittag hatte die Europäische Zentralbank (EZB) den Referenzkurs auf 1,3386 (Freitag: 1,3388) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7471 (0,7469) Euro.

Experten begründeten den leichten Verkaufsdruck beim Euro mit der Aussicht auf enttäuschende Wirtschaftsdaten aus dem Währungsraum. Der Markt blicke bereits auf die Konjunkturerwartungen für Deutschland des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW), die am Dienstag veröffentlicht werden.

Die zahlreichen internationalen Krisenherde dürften sich in den Stimmungsumfragen niederschlagen, meinte Experte Ulrich Wortberg von der Landesbank Hessen-Thüringen. Im Verlauf der Woche wird mit weiteren schwachen Konjunkturdaten aus der Eurozone gerechnet. Am Donnerstag stehen Wachstumszahlen aus Deutschland und Frankreich auf dem Programm, den beiden größten Volkswirtschaften des Währungsraums.

Nach Einschätzung des Experten Wortberg dürften die Daten zeigen, "dass sich die deutsche Industriekonjunktur im zweiten Quartal deutlich abgekühlt hat". Selbst ein leichtes Schrumpfen der deutschen Wirtschaft im zweiten Quartal könne nicht mehr ausgeschlossen werden.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,79760 (0,79670) britische Pfund, 136,72 (136,45) japanische Yen und 1,2134 (1,2137) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde in London mit 1307,25 (1309,75) Dollar gefixt. Ein Kilogramm Gold kostete 30.900,00 (31.110,00) Euro.

Erdogan-Sieg stärkt Lira

Der Wahlsieg des türkischen Regierungschefs Recep Tayyip Erdogan bei den ersten direkten Präsidentenwahlen in der Geschichte der Türkei wurde am Devisenmarkt positiv aufgenommen. Die Landeswährung Lira konnte zu Dollar und Euro moderat zulegen.

Zu Wochenbeginn haben Anleger wenig Möglichkeiten, sich an neuen Konjunkturdaten zu orientieren. Weder in Europa noch in den USA stehen nennenswerte Zahlen an. "Die wesentlichen Impulse werden heute von den Aktienmärkten sowie der Entwicklung in den Krisenregionen kommen", heißt es in einer Tagesvorschau der Essener National-Bank.

Quelle: n-tv.de

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