Wirtschaft
Ein Arbeiter am Rumaila-Ölfeld im Irak.
Ein Arbeiter am Rumaila-Ölfeld im Irak.(Foto: REUTERS)

Gold erwischt guten Jahresstart: Ölpreise stabilisieren sich

Nach dem kräftigen Preisrutsch zum Jahresauftakt stabilisieren sich die Preise für die beiden wichtigsten Rohölsorten WTI und Brent. Die Erholung beim arg gebeutelte Goldpreis schreitet mit Hilfe zweier Rohstoffindizes derweil weiter voran.

Die Ölpreise haben sich nach starken Verlusten vom Vortag vorerst stabilisiert. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Februar kostete zuletzt 108,01 US-Dollar. Das waren 30 Cent mehr als am Donnerstag. Der Preis für ein Fass Rohöl der US-Referenzsorte West Texas Intermediate (WTI) fiel hingegen leicht um 13 Cent auf 95,36 Dollar.

Nach dem Preisrutsch am ersten Handelstag des Jahres sei am Ölmarkt kurz vor dem Wochenende wieder etwas Ruhe eingekehrt, hieß es von Händlern. Ein kräftiger Kursanstieg des US-Dollar und die Aussicht auf ein weiteres Eindämmen der Geldflut der US-Notenbank nach guten Konjunkturdaten hatten die Ölpreise zuvor auf Talfahrt geschickt. Seit Beginn des neuen Jahres haben der Brent- und der US-Ölpreis jeweils etwa drei Dollar verloren.

Starke Daten aus den USA

Wie am Vortag bekanntgegeben wurde, sind die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA in der vergangenen Woche stärker zurückgegangen als erwartet. Dies deutet auf eine kurzfristige Aufhellung am US-Arbeitsmarkt hin. Rohölinvestoren könnten daraus Hinweise auf eine möglicherweise ansteigende Nachfrage im weltweit wichtigsten Energieverbraucherland ablesen.

Dazu kommt eine leichte Erholung am US-Immobilienmarkt, die insgesamt das Bild einer fortgesetzten Erholung der US-Wirtschaft vervollständigen: Wie ebenfalls am Vortag bekannt wurde, sind die Bauausgaben im November stärker gestiegen als Volkswirte prognostiziert hatten.

Auch aus dem Sektor der US-Industrie erreichten potenziell preistreibende Signale den internationalen Rohstoffhandel: Der wichtige ISM-Einkaufsmanagerindex für das Verarbeitende Gewerbe war zudem im Dezember weniger deutlich gesunken als gedacht.

Gold gewinnt etwas an Glanz

Lebenszeichen sendet unterdessen der Goldpreis. Nach einem schlechten Jahr 2013 hat die Feinunze am Donnerstag um mehr als 20 US-Dollar zugelegt. Im Laufe des Freitagvormittags baute der Goldpreis diese Gewinne noch einmal aus und stieg um weitere 0,5 Prozent oder 6,60 auf rund 1230 Dollar. "Die Stimmung für Gold ist regelrecht zerschossen. 2014 könnte jedoch ein besseres Jahr werden und Goldkäufe ein gutes Geschäft sein", sagt Chris Weston vom Broker IG.

Die Erholung des Goldpreises auf niedrigem Niveau führt Weston vor allem darauf zurück, dass in Kürze die Goldgewichtung in den Anlageindizes der beiden Großbanken Goldman Sachs und UBS steigt. "Aus diesem Grund müssen mehr als eine Million Feinunzen gekauft werden." Goldhändler deckten sich schon im Vorfeld dieser Höhergewichtung mit Gold ein.

Quelle: n-tv.de

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